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Klemens Georgi ist seit 69 Jahren dabei und motivierte die Männer in seiner Familie, auch mitzumachen

Vier Generationen in der Feuerwehr

Hemmendorf. Vier Generationen Freiwillige Feuerwehr: Wenn sich die Georgis bei Familienfesten treffen, mangelt es ihnen nicht an Gesprächsstoff. Besonders die Männer haben sich immer viel zu erzählen. Ihr gemeinsames Thema ist die Freiwillige Feuerwehr, der vier Georgi-Generationen angehören. Zählt man ihre Mitgliedsjahre zusammen, dann sind es insgesamt 193 Jahre. „Das ist eine Bilanz, auf die wir stolz sein können“, betont Klemens Georgi. Er war es, der den „Grundstein“ dazu gelegt hatte. Sein Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr Hemmendorf liegt 69 Jahre zurück. Damals musste die Wehr noch mit einfachen Geräten und Fahrzeugen auskommen. So sei beispielsweise ein Opel Blitz damals umgebaut worden zu einem Mannschaftswagen. Das sei heutzutage doch völlig undenkbar. 1987 sei er mit der Feuerwehr-Ehrenmedaille ausgezeichnet worden – unter anderem für seine Verdienste um den Bau des Feuerwehrhauses Hemmendorf 1986/87. Auch an das Datum seines Eintritts in die Wehr, den 5. Mai 1946, erinnert er sich noch. „Das war kurz vor meinem 21. Geburtstag“, blickt der Senior zurück, der am 1. Juni 1925 im Erzgebirge geboren wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg sei er nach Hemmendorf gekommen, habe dort geheiratet und sei Vater von zwei Söhnen geworden – Dieter und Hartmut. Angetan von den Erzählungen ihres Vaters über die Feuerwehr, wurden auch sie Mitglieder der Wehr Hemmendorf. Aufgewachsen mit Feuerwehrerlebnissen von Opa und seinem Vater, wurde etliche Jahre später dann auch Tobias, der Sohn von Hartmut Georgi, Mitglied der Feuerwehr.

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Autor:

Christiane Stolte

Bei so vielen Vorbildern liegt es fast schon auf der Hand, dass es auch den jüngsten Georgi wie seinen Uropa, seinen Opa, seinen Vater und seinen Onkel zur Wehr zog. Sean, der 13-jährige Sohn von Tobias Georgi, gehört der Wehr mittlerweile seit zwei Jahren an. Zwar nicht der Wehr Hemmendorf, sondern wie sein Vater der Freiwilligen Feuerwehr Osterwald. Auf die Frage, was ihnen an der Mitgliedschaft in der Feuerwehr am besten gefalle, antworten alle vier einmütig: „Es ist die Kameradschaft.“ Dieter Georgi räumt ein, dass die Kameradschaft früher noch größer gewesen sei. „Heutzutage haben die Leute nicht mehr so viel Zeit“, betont der 67-Jährige. „Nicht jede Familie kann auf vier Generationen Feuerwehr-männer zurückblicken“, sagt Rolf Schmidt, Ortsbrandmeister der Wehr Hemmendorf. Das nächste Beisammensein der vier im Feuerwehrhaus Hemmendorf wird übrigens bei der Feier zum 90. Geburtstag von Klemens Georgi sein.



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