weather-image
25°
Gemeindewettbewerb der Aerzener Jugendfeuerwehren

Viele Zuschauer im Aerzener Stadion

AERZEN. Ein bisschen unglücklich gewählt war der Termin, allerdings gab es keine Alternative: Der Wettbewerb der Gemeindejugendfeuerwehr Aerzen fand in diesem Jahr erstmals an einem Sonntag und parallel zum Felgenfest statt.

Konnten jubeln: Die Jugendfeuerwehr Dehmkerbrock/Herkendorf belegte Platz 1 beim Gemeindewettbewerb der Jugendfeuerwehren in Aerzen. FOTO: SBR
59.225-02

Autor

Sabine Brakhan Reporterin

„Wir wissen, dass das nicht gerade sehr familienfreundlich ist, aber das Veilchenberg-
stadion stand uns am Samstag nicht zur Verfügung, weil hier zum letzten Mal in dieser Saison gekickt wurde. Und am kommenden Wochenende feiert Egge das Feuerwehrjubi-läum, und die Wettbewerbe der Stadt- und Gemeindejugendfeuerwehren Bad Pyrmont und Emmerthal finden ebenfalls parallel dazu in der Kurstadt statt.

Am darauffolgenden Samstag startet dann bereits der diesjährige Kreiswettbewerb in Oldendorf“, erklärt Aerzens Gemeindejugendfeuerwehrwart Tobias Kreye den nicht optimalen Termin.

Ungeachtet der landkreisübergreifenden Parallelgroßveranstaltung hatten sich dennoch zahlreiche Zuschauer im Aerzener Stadion eingefunden, um die Nachwuchsbrandschützer mit ihrer Präsenz und viel Applaus zu unterstützen. Zwei Jugendfeuerwehren aus der Gemeinde Aerzen kamen nicht in die diesjährige Wertung: Die JF Aerzen war zum Vergleich nicht angetreten und die JF-Kooperation Grupenhagen/Egge startete aufgrund des Doppeleinsatzes einzelner Teilnehmer freiwillig außerhalb der Konkurrenz, so wollen es die Regeln. Dabei stellten sie eine starke Gruppe, die am Ende punktgleich mit der Jugendfeuerwehr Grießem auf dem zweiten Platz gelandet wäre. So blieb den Grießemer Nachwuchsbrandschützern der ungeteilte Ruhm mit 1377 Punkte und dem besten B-Teil. Ihrem Titel „beste JF des Landkreises“ wurde die JF Dehmkerbrock-Herkendorf wieder einmal gerecht. Mit 1383 Gesamtpunkten und dem besten A-Teil des Wettbewerbs sicherten sie sich souverän die Führung. „Uns fehlt aber immer noch der Titel beim Kreiswettbewerb“, gaben die einzigen heimischen Teilnehmer beim letzten Landeswettbewerb zu bedenken. Platz 3 sicherte sich die JF Groß Berkel II mit 1363 Punkten, gefolgt von Reinerbeck (1346), Groß Berkel I (1344), Egge/Grupenhagen (1343), Dehmke/Multhöpen (1342) und Reher (1169).

„Wer schön sein will, muss leiden“: Dass modischer Chic nicht unbedingt praktisch sein muss, verrät schon das alte Sprichwort. Waren bei der Jugendfeuerwehr bis vor einigen Jahren die grauen Lederhandschuhe Standard, sind viele Gruppen mittlerweile auf die neuen, farbigen Stoffhandschuhe umgestiegen. Im direkten Vergleich wurde deutlich, dass das Hineinschlüpfen in die breiten Schäfte der
ledernen „Schweißerhandschuhe“ deutlich schneller geht, als das Anziehen der JF-Handschuhe der neuen Generation mit ihrem engen Gummibündchen.

Im feuerwehrsportlichen B-Teil konnten die Traditionsbewussten so die eine oder andere Sekunde gegenüber den modisch schick eingestellten Gegnern gutmachen, wie die Zuschauer von der Tribüne aus beobachten konnten. Übrigens: Beide Ausführungen – traditionell und modern – sind im Wettbewerb zugelassen.

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare