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Weniger Arbeitslose, mehr Ausbildungplätze und gutes Ranking

Viele zufriedene Gesichter bei der Arbeitsagentur Hameln

Hameln/Landkreis (mafi). "Wir haben hart daran gearbeitet", betont die Sprecherin der Arbeitsagentur Hameln, Christina Rasokat: Bundesweit Platz 13 von 178 gemessen an den erreichten oderübertroffenen Zielen, landesweit sogar Platz 1 bei der Zufriedenheit der bedienten Arbeitgeber und Arbeitsuchenden - das sei auf den engagierten und flexiblen Einsatz des 300-köpfigen Teams der Behörde zurückzuführen.

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Für sehr zufriedene Gesichter habe dieses Ergebnis in der Zentrale an der Süntelstraße und den Außenstellen in der Region zwischen Holzminden, Rinteln und Stadthagen gesorgt. Agentur-Vizechef Henrik Steen: "Für uns ist das Ranking so etwas wie es für Autohersteller die Absatzzahlen sind." Rasokat versichert: Keineswegs seien die Hürden niedrig gelegt worden, um dann beim Sprung darüber eine gute Figur zu machen: "Unsere Ziele werden zum Jahresbeginn mit der vorgesetzten Regionaldirektion festgelegt, die wiederum Vorgaben der Bundesagentur für Arbeit berücksichtigt." So ist es nun amtlich: Die Arbeitsagentur Hameln gehört zu den erfolgreichsten in Deutschland, und das obwohl sie in einem schwierigen, von überdurchschnittlicher Arbeitslosigkeit betroffenen Gebiet agiert. Wohl gerade das Ausmaß der Probleme zwang die Arbeitsvermittler und Berufsberater, ihre Anstrengungen immer weiter zu optimieren. "Unsere Geschäftsführung ist stets dicht an den Mitarbeitern, und wir haben viele Leute an den richtigen Plätzen", fasst Rasokat das Erfolgsrezept zusammen. Ein Teil des Erfolges dürfte sich in den ansonsten von der Wirtschaftsentwicklung beeinflussten Jahreszahlen der Agentur widerspiegeln: Bei den Empfängern von Arbeitslosengeld I gab es einen Rückgang um 20,9 Prozent auf durchschnittlich 7010 Betroffene. Die Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen ist mit einem Minus von 16,3 Prozent auf 2192 ebenfalls stark zurückgegangen. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze stieg um 14,5 Prozent auf 2417. Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Job-Centern im Bezirk Hameln - er bekam von den Nutzern die Note 2,2 - wurden 15 879 offene Stellen gemeldet. Besonders die Metallbetriebe und der Maschinenbau, Zeitarbeitsfirmen, Gastgewerbe und der Gesundheits- und Sozialsektor stellten Personal ein. Für die Instrumente zur Qualifizierung und Eingliederung von Arbeitslosen setzte die Arbeitsagentur Hameln im vorigen Jahr 13,8 Millionen Euro ein. Zwei von drei Erwerbslosen der Region sind Kunden der von der Arbeitsagentur und den Landkreisen getragenen Job-Center. Die wirtschaftliche Entwicklungbewirkte auch bei den dort betreuten Langzeitarbeitslosen (Arbeitslosengeld-II-Empfänger) ein Minus um 9,9 Prozent auf 14 143 betroffene Personen.

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