×
Nur noch 485 Langohren bei der Schaumburger Kaninchenschau / Premiere für 26 Züchter

Viele Gründe für den tierischen Rückgang

Obernkirchen (jp). Einen merklichen Rückgang der ausgestellten Tiere hat die Allgemeine Schaumburger Kaninchenschau in diesem Jahr erfahren müssen. Nach 665 Kaninchen im Vorjahr präsentierte die 18. Neuauflage des "Norddeutschen Kaninchen-Mekkas" in der Obernkirchener Liethhalle nur noch 485 Langohren.

Als Gründe für den Rückgang nannte Ausstellungsleiter Volker Bültemeyer, Vorsitzender des gastgebenden Kaninchenzuchtvereins F581 Lindhorst, die terminliche Überschneidung mit einigen anderen großen Schauen sowie die kurze Zeitspanne zu mehreren kurz zuvor stattgefundenen, teilweise überregionalenAusstellungen. Mit dem Problem seien die Schaumburger Kaninchenzüchter bei weitem nicht allein, erklärte Bültemeyer. Viele andere Schauen hätten in der jüngsten Vergangenheit mit zurückgehenden Tierzahlen zu kämpfen gehabt oder seien sogar abgesagt worden. "Wir sind aber sicher, dass wir im kommenden Jahr wieder deutlich mehr Kaninchen in der Liethhalle zeigen können." Dass zurückgehende Tierzahlen nichts mit der Anziehungskraft auf die Züchter zu tun haben, beweist eine andere Zahl: Gleich 26 Kaninchenzüchter stellten in diesem Jahr erstmalig in der Liethhalle aus: "Dieser Zuspruch lässt uns für die Zukunft hoffen." Auch die beiden Gastvereine, die der Allgemeinen Schaumburger Kaninchenschau schon seit Jahren die Treue halten - der Kleinsilber und Deutsche Großsilber Klub sowie er Hel le Großsilberclub im Landesverband Hannover - waren in diesem Jahr mit deutlich weniger "Silber" in der Liethhalle präsent. Die meisten ihrer Züchter hatten nämlich erst zwei Wochen zuvor ihre Tiere auf der Bundesvergleichsschau der Silberzüchter in Landshut gezeigt. "Und nach so kurzer Zeit fährt man mit seinen Kaninchen nicht schon wieder zu einer so großen Schau", so Heinz-Harald Rattey, Vorsitzender im Kleinsilber und Deutsche Großsilber Klub. In zwei Jahren jedoch soll Obernkirchen zum Mekka der deutschen Silberzüchter avancieren. Im Herbst 2010 wird nämlich eben jene Bundesvergleichsschau in der Liethhalle stattfinden. Die Allgemeine Schaumburger Kaninchenschau findet dann direkt im Anschluss eine Woche später statt. Aus gleichem Anlass wird es im Mai 2009 an gleicher Stelle ein großes Züchtertreffengeben. "Never change a winning team" könnte als Motto über der Namensliste der erfolgreichsten Züchter der diesjährigen Allgemeinen Schaumburger Kaninchenschau stehen. Hans Joachim Pilz (Marburger Feh) verteidigte seine Titel als bester Aussteller der Schau und Vereinsmeister des F581 Lindhorst ebenso wie Vereinsjugendmeisterin Verena Bültemeyer (Hermelin Blauauge). Die Landwirtschaftsmedaille ging diesmal an Bernd Mössing (Helle Großsilber). Den besten Rammler zeigte Volker Bültemeyer (Kleinsilber grau-braun), die beste Häsin Friedrich Everding (Satin elfenbein). Leuchtende Augen dürften die Fans von Farbenzwergkaninchen vor allem beim Anblick der Castor-farbigen Rex-Zwerge bekommen haben. Die besonders edel und anmutig wirkenden Fellohren feierten in diesem Jahr ihre Premiere in der Liethhalle.




Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt