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Aber noch ist nichts entschieden / Ausstattungselemente präsentiert / Vorschläge der Architektin Anke Deeken

Viele Details für die Hamelner Fußgängerzone

Hameln. So könnte man es machen oder so oder auch anders - Anke Deeken, Architektin und Planerin der Hamelner Fußgängerzone, ließ bei einer Präsentation ihrer "Entwurfsplanung" noch viele Fragen offen.


Hameln. So könnte man es machen oder so oder auch anders - Anke Deeken, Architektin und Planerin der Hamelner Fußgängerzone, ließ bei einer Präsentation ihrer "Entwurfsplanung" noch viele Fragen offen. Aus ihrem Katalog der Anregungen für die künftige Ausstattung der neu gestalteten Flaniermeile stellt die Dewezet heute einige Details vor. Detail 1: Die Infotafeln - hier gehtÂ�s lang Wo gehtÂ�s lang? Für eine Touristenstadt wie Hameln sind Wegweiser unerlässlich. Zur Diskussion stehen bündig in den Bodenbelag der Fußgängerzone eingelassene Bronzeplatten mit entsprechender Inschrift, die üblichen Schilderbäume und das, was Deeken "Kultursäulen" (Foto) nennt. Auf den Displays der Terminals, die ein bisschen an Geldautomaten erinnern, sollen Veranstaltungshinweise oder auch Werbung erscheinen. Per Touch Screen können aber auch Informationen wie Stadtplan, Stadtrundgang, Hinweise zu Sehenswürdigkeiten und anderen Attraktionen abgerufen werden. Detail 2: Die Rattenspur - Hamelns einzigartige Spur in Bronze gegossen Die im Laufe der Jahre abgelatschte Spur aus aufgemalten Ratten soll der Vergangenheit angehören, die gute Idee aber aufgenommen und in hochwertiges Material umgesetzt werden. Damit Besucher der Rattenfänger-Stadt auch ohne Stadtplan von einem schönen Platz zum anderen finden, sollen auch künftig die Nager den Weg weisen. Deeken schweben kleine Bronze-Plaketten mit Ratten-Abbild vor, die wie Intarsien in die Platten des Bodenbelages eingelassen sind (Foto). Immer noch im Rennen: Die schon in der Vorentwurfsplanung präsentierten Glasquader in dunklem Blau. Neben der Gravur "Weser" enthalten sie eine Art Holografie, die den Fluss symbolisiert, der zwar unmittelbar vor den Toren der Altstadt entlang fließt, aber von keinem Punkt der Altstadt aus zu sehen ist. Eingestreut in das Pflaster der Seitenstraßen, die zur Weser führen, sollen diese Glassteine die Aufmerksamkeit der Besucher auf den Bereich der Promenade lenken. Einen Bereich im übrigen, der nach der neuesten Auflage des Stadtentwicklungskonzeptes auch zwischen Krankenhaus und Pfortmühle noch deutlich aufgewertet werden soll mit dem Ziel, die Aufenthaltsqualität der Uferzone zu verbessern - unter anderem durch neue Abgänge, Holzdecks und -stege. Detail 3: Die Spielgeräte - auch Kinder sollen in der Innenstadt ihren Spaß haben Eine Fußgängerzone auch für Kinder: Neben den obligatorischen Wackeltieren, auf denen sich schon die Dreikäsehochs selbst schaukeln können, hat Anke Deeken auch ein Angebot für ältere Kinder ins Auge gefasst. Natursteinblöcke als Drehsteine, die von mehreren Kindern in Bewegung gesetzt werden können, Quader mit eingefräster Murmelbahn oder gewundener Rinne, durch die Wasser laufen kann (Mäanderblock), quadratische Bronzeplatten, die bündig im Pflaster verlegt werden und in die unterschiedliche Markierungen für Hüpfspiele eingearbeitet sind (Zahlen-Hüpfen, Himmel und Hölle). Die Standorte für diese schlichten Objekte mit Aufforderungscharakter sind noch nicht festgelegt. Detail 4: Papierkörbe - damit die Stadt sauber bleibt Die bisherigen Papierkörbe, jeder für sich ein Monument aus Edelstahl, sollen durch ein dezenteres Modell ersetzt und möglichst nicht direkt neben den Bänk, sondern eher am Rand des Straßenraumes aufgestellt werden. "Punto" heißt eine von Deeken ausgewählte Variante, die die Anforderungen an einfache Handhabung, ausreichendes Fassungsvermögen, Robustheit und widerstandsfähige Lackierung erfüllt.

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