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Sieben Tage Olympia und zurück: Speerwerfer Stephan Steding über seine Zeit in China

Viel von Peking hat Steding nicht gesehen

Rinteln (mld). Ein bisschen müde klingt Stephan Steding noch, wenn er von seiner Zeit als Teilnehmer bei den Olympischen Spielen in Peking erzählt. Vor allem hört man heraus, dass es ein paar sehr anstrengende Tage für den Speerwerfer gewesen sein müssen.

Am 18. August ist der gebürtige Rintelner vom japanischen Trainingslager aus nach Peking geflogen, drei Tage später, am 21. August, fand sein Wettkampf statt, und am 25. ging es die lange Flugstrecke schon wieder zurück nach Deutschland. Viel von Peking hat Stephan Steding dabei nicht gesehen: ein wenig von der Innenstadt und dem ehemaligen Kaisertempel, der "Verbotenen Stadt". Für mehr blieb am Rande der Wettkämpfe keine Zeit. Umso eindrucksvoller war das Leben innerhalb des Olympischen Dorfes: "Man hat sich viel um uns gekümmert, die Betreuung war wirklich sehr gut", so Steding. Das Olympische Dorf war eine "kleine Stadt in sich", bestehend aus Dutzenden Hochhäusern, von denen allein für die deutschen Teilnehmer drei reserviert waren. Mehrere Busse standen den Sportlern zur Verfügung, um zu anderen Wettkämpfen oder ans andere Ende des 66 Hektar großen Geländes zu fahren. Und damit so etwas wie Langeweile bei den Athleten gar nicht erst aufkommen konnte, hatten die Organisatoren für Sportplätze, Schwimmbäder, Restaurants und allerlei Einkaufsmöglichkeiten gesorgt. Komplette Freizeitzentren waren hochgezogen worden, damit die Sportler Billard oder Computerspiele spielen konnten. "Man hätte dort sehr viel machen können", seufzt Stephan Steding. Doch nach seinem frühen Aus im Speerwerfen, in dem er wegen entzündeter Rückenwirbel weit unter seiner persönlichen Bestleistung zurück blieb und nicht in das Finale einzog, hieß es für den 26-Jährigen erst einmal vier Tage Schonung. "Im Stadion habe ich mir nur das Spiel der deutschen Hockey-Damen um Platz drei ansehen können." Die Wettbewerbe im Basketball verfolgte Steding im Fernsehen. Jetzt, zurück in Deutschland, will sich der Wahl-Hannoveraner zuerst einmal auf seine Genesung konzentrieren. Zwar findet am kommenden Wochenende wieder ein kleineres "Werfer-Meeting" statt, in dem Steding die Chance zu einem "versöhnlichen Abschluss" im Hinblick auf die Olympischen Spiele sieht - "aber ich muss mir die Frage stellen: Lohnt es sich?" Denn noch ist die Gelenkentzündung in seiner Wirbelsäule nicht abgeklungen, die verspannten Rückenmuskeln schmerzen noch immer. Momentan heißt es deshalb bei Stephan Steding erst einmal "abwarten".




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