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Viel Verkehr im Dorf

Beber/Rohrsen. Gestern Morgen war er da, der Zustand, den Anwohner in Beber und Rohrsen seit Wochen befürchtet haben: Mit der Sperrung der Autobahn 2 und vielen auf Nebenstrecken ausweichenden Fahrzeugen war die Verkehrsdichte in den Dörfern extrem hoch.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Seit Bekanntwerden der Vollsperrung der Bundesstraße 442 bei Messenkamp waren Einwohner in Beber und Rohrsen in Sorge – weil die vorgesehene Umleitung des Verkehrs aus Richtung Autobahn durch ihre Orte führen sollte. Seit Montag dieser Woche ist die Umleitungsstrecke nun eingerichtet, die Verkehrsbelastung entsprechend hoch. Dass sie noch höher sein könnte, weiß auch Ortsbürgermeisterin Elke Osterkamp: Ihr Hof liegt so, dass sie auch die Bundesstraße im Blick hat. Und auf der sei trotz der Vollsperrung noch immer viel Verkehr. Wenn auch der durch Beber und Rohrsen fließen würde, wäre die Situation noch deutlich schwieriger.

Schwierig genug ist sie aber bereits für Horst Hillen. Der Anlieger sieht eine „äußerst gefährliche Verkehrssituation innerhalb unserer Durchgangsstraße“, da in der Ortsmitte die Kreisstraße teilweise nur eine Breite von 4,90 Metern aufweise. „Ein zeitgleicher Gegenverkehr von Pkw und Lkw über 3,5 Tonnen ist nicht möglich“, stellt er heraus. „Extrem gefährlich“ werde es, wenn sich größere Fahrzeuge begegnen sollten. Auch sieht er die Problematik, dass Kinder auf dem Weg zur Schule im Berufsverkehr die Straße nicht gefahrlos überqueren können. Aus dem Maßnahmenpaket, das er dem Ortsrat mit Bitte um Weiterleitung an die zuständigen Stellen übermittelt hat, ist ein Punkt aber bereits realisiert: Für Rohrsen gilt inzwischen Tempo 30.

Dass es für die Dauer der Arbeiten an der B 442 eine „Querungshilfe“, etwa eine Bedarfsampel für Fußgänger, geben wird, ist auch nicht ausgeschlossen. „Wir haben neben den bereits vorhandenen Bedarfsampeln an Schulwegen auf der Umleitungsstrecke zwei weitere Standorte, die dafür in Frage kommen könnten. Aber dann muss es auch tatsächlich Probleme geben, die die Einrichtung rechtfertigen“, sagt Markus Brockmann, Leiter des Hamelner Geschäftsbereichs der Landesbehörde für Verkehr.

Sein Haus hat im Vorfeld der Sperrungen die Verkehrsbelastung auf den Umleitungsrouten durch Zählungen analysiert und will die Zahlen auch unter der Vollsperrung noch einmal erheben. Im Juni erwartet Brockmann Ergebnisse. „Die Vollsperrung greift ja erst seit drei Tagen, im Moment scheint das Konzept zu funktionieren.“

Allerdings, das räumt Brockmann auch ein, sollten auch längst nicht so viele Fahrzuge die B 442 zwischen Messenkamp und Eimbeckhausen befahren, wie es derzeit der Fall ist. „Die empfohlene Umleitung wird offenbar nicht von allen Fahrern genutzt.“ Ein Problem der Ausschilderung? „Manchmal sitzt das Problem auch hinter dem Steuer“, gibt Brockmann zu bedenken.

„Ich hoffe, dass mit der notwendigen Vorsicht durch den Ort gefahren wird. Wenn sich hier bei uns zwei Lkw begegnen, dann wird es wirklich eng“, sagt Osterkamp. Eng wird es am Wochenende auch in Messenkamp: Von heute, 22 Uhr, bis Montag, 5 Uhr, wird das bestehende Brückenbauwerk über der Kreisstraße 60 bei Messenkamp abgebrochen. „Im Zuge des Abbruchs kann der Verkehr auf der Kreisstraße 60 nicht aufrechterhalten werden. Die Kreisstraße 60 wird für die Arbeiten voll gesperrt“, teilt die Landesbehörde mit. Die bestehende Umleitung bleibt bestehen.



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