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1200 Fans feiern Tim Bendzko im Theater am Aegi

Viel Gefühl im Wohnzimmer

Ein Tourauftakt nach Maß – im restlos ausverkauften Theater am Aegi startete Tim Bendzko vorgestern seine Tournee, die ihn durch insgesamt 15 deutsche Städte führt. Dabei wurde sein Tourmotto „Mein Wohnzimmer, dein Wohnzimmer“ Programm. Klein aber fein: Unzählige Stehlampen schufen auf der Bühne eine heimische Atmosphäre, bei der sich das überwiegend weibliche Publikum sichtlich wohlfühlte.

Ohne Zweifel: Der smarte Teenie-Liebling trifft mit seinem Soul/Pop den Nerv der Menschen – lässt sie ihre Alltagssorgen für einen Moment vergessen. „Und jeder Atemzug, hängt am seidenen Faden, nur solang bis wir da sind. Jeder Atemzug, folgt dem roten Faden, nur solang bis wir da sind“ – auf einem Hocker sitzend performt der 29-Jährige gefühlvoll den Opener „Am seidenen Faden“.

Eigens für die Konzertreihe haben Bendzkos Musiker eine „Mein Wohnzimmer, dein Wohnzimmer-Erkennungsmelodie komponiert, die das Quartett, zusammen mit dem zweifachen Echo-Gewinner an diesem Abend immer wieder dudelt.

Es folgt die erste Belastungsprobe für die weibliche Fangemeinde: Anna-Lena darf in Bendzkos Wohnzimmer Platz nehmen und seinen Songs auf einem roten Sessel lauschen – kurzer Herzstillstand bei vielen Teenies, die nicht das Glück hatten, Tim Bendzko hautnah zu erleben. „Ohne zurück zu sehen“, „Nur noch kurz die Welt retten“ – Anna-Lena im siebten Himmel. Der gebürtige Berliner greift zur Gitarre, nimmt neben ihr Platz und spielt nur für sie „Unter die Haut“ – Gänsehaut pur.

Tim Bendzko gewährte 1200 Fans Einblicke in „sein“ Wohnzimmer. Texte und Konzertfotos: Lars Andersen

Oli P. hat es mit „Flugzeuge im Bauch“ getan, Tim Bendzko tut es mit „Männer“, covert einen Titel von Herbert Grönemeyer, den er für einen der größten deutschen Musiker hält. Insbesondere bei diesem Song brillieren die Begleitmusiker, die auch den anderen Stücken ihren eigenen musikalischen Stempel aufdrücken. Das gesamte Songmaterial wurde noch einmal überarbeitet und mit einer Prise Jazz verfeinert.

Später stöbert der „Bambi“-Gewinner noch in der musikalischen Schatztruhe von Xavier Naidoo und singt mit „Ich kenne nichts“ einen Song des deutschen Pop/Soul-Sängers. Dass Bendzko 2009 bei einem Talentwettbewerb der Söhne Mannheims, „Söhne gesucht“, den ersten Platz als Pendant von Xavier Naidoo gewinnen konnte, stört ihn heute nicht mehr – schon lange ist er mit seinen Liedern aus dem Schatten des übermächtigen Mannheimers herausgewachsen. Dennoch erinnern Bühnenperformance und Songs von Tim Bendzko noch immer sehr an Naidoo.

Kuschelig war es in Bendzkos Wohnzimmer, das er im Theater am Aegi gemütlich eingerichtet hatte. 150 Minuten versetzte er das Publikum mit seinen Songs in ein Wechselbad der Gefühle – was für ein Konzert.




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