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Bad Nenndorfer Gymnasiasten erreichen bei Wettbewerb vierten Platz auf Landesebene

Videospots gegen die Wölfe im Schafspelz

Bad Nenndorf (rwe). Vom undankbaren vierten Platz ist die Rede, wenn Sportler bei Wettkämpfen ohne Medaille bleiben. Doch am Bad Nenndorfer Gymnasium überwiegt der Stolz über die neue Urkunde: Rang vier von immerhin 24 Arbeiten aus Niedersachsen beim Video-Wettbewerb zur bundesweiten Informationskampagne "Wölfe im Schafspelz".

Ehrung im Landeskriminalamt in Hannover: Innenminister Uwe Schün

"Vielleicht hätte es noch besser sein können, aber ich freue mich auch so", sagt Patrick Schulz. Der talentierte Elftklässler schrieb das Drehbuch, war Regisseur und Kameramann, kümmerte sich um Schnitt und Ton. Ein Lehrer hatte den jungen Filmemacher auf den Wettbewerb hingewiesen. Jugendliche wurden aufgefordert, einen 60-Sekunden-Spot zu drehen, in dem sie sich mit "Rechtsextremismus in seinen neuen Erscheinungsformen" auseinandersetzen sollten. 24 Beiträge gingen im Landeskriminalamt ein, in dem Innenminister Uwe Schünemann jetzt die Sieger im Landesentscheid ehrte. "Es gibt offensichtlich vielejunge Menschen, die sich gedanklich und auch sehr kreativ mit diesem Thema auseinander setzen und sich nicht von rechtsextremistischen Strömungen einfangen lassen", freute er sich. Freude herrscht auch bei Rektorin Irmtraud Gratza-Lüthen, die den Film in der Originalversion sogar auf Platz eins gesehen hätte. Denn der Spot "ohne Titel" dauert eigentlich zwei Minuten. Die Kurzgeschichte handelt von einem Jugendlichen, der drei multikulturelle Cliquen entzweit. Erst am Ende wird klar, dass es ihm durch seine rechtsgerichtete Parolen gelungen war, die ausländischen Freunde der anderen auszugrenzen. Beim Schneiden des Materials fiel Schulz aber auf, dass sein Video zu lang war. Für den Wettbewerb kürzte er die Story. "Die Jury bekam dannnoch ein Original, den Directors Cut." "Er enthält die Botschaft, wie Gedankengut einsickert, passend auf sehr subtile Art", lobt Gratza-Lüthen. Die anderen Bewerber seien plakativer mit dem Thema umgegangen. Das habe wohl den Ausschlag gegeben. Dennoch können ihre Schüler zufrieden sein. Und hoffen dürfen sie auch. Der Beitrag aus Bad Nenndorf wurde zum Bundesentscheid nach Stuttgart weitergereicht.



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