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Heinrich Helper GmbH: Das Entschlammen des Regenbeckens ist wegen der immensen Niederschläge nicht eher möglich

Versprochen: Ende April rückt der 20-Tonnen-Bagger an

Luhden (tw). Die "Heinrich Helper GmbH", Fachbetrieb für Mäh-Kultur und Erdarbeiten, will das Regenrückhaltebecken an der Luhdener Nord-Süd-Straße Ende April/Anfang Mai ausbaggern. Die zu einem Wochenanfang beginnenden Arbeiten sollen binnen drei Tagen erledigt sein. Das erklärte Geschäftsführer Heinrich Helper gestern bei einem Pressegespräch im Eilser Rathau s.

"Mehr als 50 Zentimeter Grundwasser": Heinrich Helper erläutert

Wie berichtet, war der mit Schreiben vom 18. Oktober 2007 beauftragte und in Auetal/Poggenhagen ansässige Familienbetrieb während der jüngsten Ratssitzung in die Kritik geraten, weil das Becken entgegen den Vorgaben immer noch nicht geräumt ist. Dafür indes hat Helper eine Erklärung, die auch Luhdens Gemeindedirektorin Svenja Edler einleuchtet, auf deren Initiative das Pressegespräch zustande kam. Helper: "Ich notiere seit 25 Jahren das Wetter, messe den Niederschlag in Millimetern - und liege damit sehr genau." Das Ergebnis, wie es der Geschäftsführer festgehalten hat: "Wir hatten 2007 insgesamt 1160 Millimeter Niederschlag, die Regel sind 780 bis 820 Millimeter." Zwischen September 2007 und "heute" seien 632 Millimeter gefallen, davon zwischen Januar und April 2008 allein etwa 200 Millimeter. Zahlen, die laut Helper belegen, dass ein Räumen des Beckens aufgrund der Nässe bislang "schlechthin unmöglich" gewesen sei. "Außerdem", erinnert der Fachmann, "hatten wir selbst im Februar keinen Frost - obwohl ich sehnsüchtig darauf gewartet habe." Frost respektive trockener Boden aber seien für den Einsatz des 20 Tonnen schweren Kettenbaggers der Firma nötig. "Sonst", sagt Helper, "machen wir im Bereich des Beckens alles kaputt." Das sieht Edler ganz genauso: "Würden wir die Firma drängen, wider besseren Wissens mit den Arbeiten zu beginnen, dann könnten wir im wahrscheinlichen Schadensfall keine Regressforderungen geltend machen." Besagtes Regenrückhaltebecken, in dem das Grundwasser derzeit noch über 50 Zentimeter hoch steht, birgt nach Aussage des Fachmanns 250 Kubikmeter Schlamm; das sind etwa 500 Tonnen. Bevor es ans eigentliche Ausbaggern geht, will der Auetaler das Becken daher - bei trockener Witterung - auspumpen und den Schlamm abfahren. Trockenheit sei nötig, denn: "Kein Lkw ist ganz ,dicht'", erinnert Helper. Laufe der nasse Schlamm vom Lkw auf die Straße, stehe sofort die Polizei auf der sprichwörtlichen Matte und stoppe den Transport. Davon abgesehen: Den nassen Schlamm nehme ihm keine Deponie ab. Nach Einschätzung von Edler wird es hinsichtlich des von der Firma anvisierten Termins für das Ausbaggern des Beckens mit den Naturschützern beim Landkreis "keine Probleme" geben. Da der Schilf des Beckens bereits gekappt ist, biete es sich auch nicht mehr als Brutstätte für Enten an. Übrigens: Trotz der "unverschuldeten" Verzögerung des Arbeitsbeginns steht die Auetaler Firma nach Aussage ihres Geschäftsführers zu dem im Oktober 2007 mit der Gemeinde vereinbarten Preis. Das inzwischen fast alles teurer geworden ist - "das", sagt der Auetaler, "ist unternehmerisches Risiko".Das nehme er auf seine Kappe. Hintergrund: Der Auetaler Fachbetrieb, den Heinrich Helper 1991 von einem Onkelübernommen und 2005 in eine GmbH umgewandelt hat, ist im Umkreis von 50 Kilometern fast ausschließlich mit dem Gewässerunterhalt beschäftigt. Die Aufträge des siebenköpfigen Familienbetriebes kommen zu 80 Prozent von der öffentlichen Hand. Soll heißen: vom Wasser- und Schifffahrtsamt, Unterhaltungsverbänden, der Deutschen Bahn AG, dem Landkreis und den Kommunen der Region. "Unser Ruf", sagt Helper, "ist ebenso gut wie unsere Auftragslage. Beides soll auch so bleiben."



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