weather-image

Versorgung für bis zu 100 Menschen

Bad Münder. Er heißt im Fachjargon schlicht „Geräteanhänger Betreuung“ – doch was in dem Anhänger alles steckt, begeistert die Mitglieder des DRK in Bad Münder. Während einer Versammlung in den Räumen des städtischen Bauhofes wurde er dem zweiten Zug der Katastrophenschutzeinheit des DRK im Landkreis offiziell übergeben wurde.

270_008_6315713_lkbm109_1504_drk_146.jpg

Der für die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) bestimmte Anhänger hat die stolze Summe von rund 42 000 Euro gekostet, wie Friedrich-Wilhelm Lück, der Dezernent für Katastrophenschutz bei der Polizeidirektion Göttingen, erläuterte. Der Löwenanteil von 20 000 Euro sei vom Land Niedersachsen gekommen, 3300 Euro vom DRK-Landesverband, 5000 Euro hatte der Landkreis gegeben, und aus seinen Eigenmitteln habe der DRK-Kreisverband die restlichen 13 844 Euro bestritten. In seinem Grußwort hatte sich der Dezernent betont kurz gehalten, dagegen verriet er gewissermaßen als Bonbon, dass demnächst ein neuer 110 000 Euro teurer Krankentransportwagen für den Kreisverband mit Standort Bad Münder vorgesehen sei. Das Land habe davon bereits 60 000 Euro bewilligt.

Die vollzählig angetretenen Einsatzkräfte des DRK sowie als Gäste die Vertreter von Feuerwehr und Polizei besichtigten den Zuewachs im Fahrzeugpark und ließen sich dessen vielseitige Finessen erläutern. Lück übergab dabei den Schlüssel an Kreisbereitschaftsleiter Peter Schmalkuche und den Zugführer des zweiten Einsatzzuges, Dieter Walter.

Bürgermeister Hartmut Büttner ließ sich die Funktionen der zwei Tonnen schweren Neuanschaffung für den Standort Bad Münder von der Verpflegungsgruppe mit Melanie Herbold und Sebastian Möbus erklären. Im Katastrophenfall sei es unter anderem möglich, mit eigenen Bordmitteln ein großes Zelt mit Heizung zu errichten sowie Opfern und Helfern hundert Portionen warmes Essen anzubieten. Der jüngste Fall der beiden Großbrände in Bad Münder, wo 150 Feuerwehrleute bis in den frühen Morgen versorgt und betreut werden mussten, sei ein leuchtendes Beispiel für die Notwendigkeit solcher DRK-Logistik. Diese Notwendigkeit war auch Thema im Jahresbericht zum Einsatzgeschehen, den Zugführer Dieter Walter später im Versammlungsteil des Abends ablieferte. Die Jahresbilanzen der DRK-Bereitschaften Bakede und Bad Münder, vorgetragen von Philipp Sokol und Michael Lück, zeugten von dem vielfältigen Einsatz- und Ausbildungsgeschehen der DRKler. Beispielhaft dafür folgte denn auch die Vergabe einer Reihe von Zeugnissen über abgeschlossene Sanitätsfachausbildung durch Peter Schmalkuche. Unter dem Beifall der Versammlung wurden die Zertifikate vergeben an: Jonas Seifert, Daniela Reichelt, Johannes Jeschack, Dennis Dietz, Christina Schöbel, Jessica Bergmann, Robin Böckhaus und Marius Walter. Sie hatten von November bis März rund 150 Stunden an den Wochenenden für ihre Fortbildung gepaukt. Zum Gruppenführer Betreuung wurden Frauke Sokol und zum Gruppenführer Verpflegung Sebastian Möbus mit sofortiger Wirkung ernannt.

gho



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt