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Neue Struktur zentralisiert den Energieversorgungskonzern / Offenbar wandern weitere Arbeitsplätze ab

Verliert am Ende Hameln beim großen E.on-Monopoly?

Hameln / Paderborn / München (TT). Die Preise für Strom, Gas und Wasser im Versorgungsgebiet von E.on Westfalen Weser werden künftig in München gemacht - von einer neuen zentralen Vertriebstochter des E.on-Konzerns. Die Verkaufsaktivität der bisher nebeneinander agierenden sechs Regionalversorger werden bei der E.on Vertrieb Deutschland GmbH in München zentralisiert.

E.on Westfalen Weser bleibt mit seinen rund 1300 Mitarbeitern als Konzerneinheit erhalten und mit dem Unternehmenssitz Paderborn Eigentümerin der Netze. Allerdings sollen dem Vernehmen nach Vertriebsmitarbeiter von Paderborn nach München umsiedeln - dafür sollen aber offenbar weitere Arbeitsplätze aus dem Bereich Technik und Service von Hameln nach Paderborn wandern. Diese Veränderungen finden im Rahmen einer breit angelegtenUmstrukturierung des gesamten E.on-Konzerns statt. Unter dem Arbeitstitel "regi.on" wurde seit dem vergangenen Jahr konzernintern sowie in politischen Gremien der kommunalen Anteilseigner über Veränderungen und Verschlankungen diskutiert. Das Ergebnis liegt nun vor und soll schon bald präsentiert werden. Am Hauptsitz von E.on Westfalen Weser - die zu 62,8 Prozent der E.on Energie AG in München gehört - fanden die Pläne zur Umstrukturierung in dieser Woche in der Sondersitzung des Paderborner Rates breite Zustimmung. Wie die "Neue Westfälische" berichtete, gab es lediglich drei Gegenstimmen der Freien Bürger-Initiative und ein "Nein" der Demokratischen Initiative Paderborn. Vor dem Paderborner Rat hatte auch der Kreistag Paderborn der zwischen der kommunalen Seite und der E.on-Mutter ausgehandelten Neustruktur zugestimmt. Wie die "Neue Westfälische" weiter berichtete, verliert der E.on-Standort Paderborn durch die Umorganisation eine Reihe von Arbeitsplätzen im Vertrieb, die nach München abwandern. Der Ausgleich komme aus Hameln.Von dort werde die Technik nach Paderborn verlagert, hieß es in Paderborn. Im Bereich Strom und Gas beinhaltet das Strukturprojekt "regi.on" nach Darstellung von E.on im Wesentlichen die folgenden Maßnahmen: Der Vertrieb wird zentralisiert, die sechs Regionalversorger beteiligen sich zu jeweils zehn Prozent an der neuen Gesellschaft E.on Vertrieb Deutschland GmbH und binden sich an die E.on Energie AG als Lieferanten. Die bisherigen Regionalversorger entsenden jeweils ein Aufsichtsratsmitglied aus dem Kreis der kommunalen Aktionäre und ein Vorstandsmitglied in die Gesellschafterversammlung der E.on Vertrieb Deutschland GmbH. Für die neue zentrale Vertriebstochter garantiert E.on den kommunalen Anteilseignern bis zum Jahr 2012 eine Mindestrendite.




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