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Mündersche Autohändler freuen sich größtenteils über Garantie der Abwrackprämie bis Ende des Jahres

Verlängerung gibt Kunden Planungssicherheit

Bad Münder (st). Gute Nachrichten für manch unentschlossenen Autokäufer: Die Abwrackprämie läuft bis Ende des Jahres. Es werde sichergestellt, dass jeder, der innerhalb der Geltungsdauer einen Antrag stellt, auch Geld erhalte, betonte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm kürzlich in Berlin.


Die münderschen Autohändler freut es, schließlich gehören die in der Kurstadt vertriebenen Automarken größtenteils zu den Top-Fünf der Abwrackprämiengewinner. Neben VW, Skoda, Ford und Opel ist Hyundai bei den Kunden sehr gefragt.

„Für uns ist die Verlängerung der Abwrackprämie sehr in Ordnung. Wir profitieren davon“, sagt Opel-Händler Andreas Graver. Bislang habe der Blitz aus Rüsselsheim einen Anteil von rund zehn Prozent am Geschäft mit der Verschrottung gehabt. Kein Wunder also, dass die Produktion des beliebten Corsas auf Hochtouren läuft. Vier bis acht Wochen Wartezeit müsse der Kunde zurzeit einplanen, so Graver.

Tobias Speckin, Ford-Händler, hofft, dass die Verlängerung der Prämie die momentan chaotischen Verhältnisse ein wenig entspannt. „Das gibt uns und den Kunden eine Planungssicherheit“, sagt Speckin und fügt hinzu: „Vielleicht funktioniert dann auch der Online-Antrag, wenn sich die Lage entzerrt.“ Einen Fiesta könne man noch bis Ende Mai bekommen, auf einen Ka müsse der Kunde bis Mitte Juli warten.

Ähnlich wie Speckin sieht auch VW-Händler Henrik-Christoph Piepho die Sache. „Es gab so viele Kunden, die verunsichert waren, da lagen teilweise die Nerven blank.“ Durch die Verlängerung könne man nun entspannt kaufen. „Die Bundesregierung hat das Richtige getan“, so Piepho. Einige Autos kämen trotz der großen Nachfrage sogar früher als angekündigt.

Einzig Renault-Händler Reinhard Wack hält nichts von der Verlängerung der Abwrackprämie. Warum nicht? Weil er dem staatlich auferlegten Kaufanreiz an sich skeptisch gegenüber steht. „Ich glaube den Händlern bringt es gar nichts“, so Wack. „Wir werden vor allem ein großes Auftragsloch in den Werkstätten kriegen.“

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