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Sind die vorliegenden Fakten für diese Maßnahme des Straßenverkehrsamtes ausreichend?

Verkehrsberuhigung für ein halbes Jahr

Wiedensahl (lkl). Seit Kurzem ziert ein weiß-rotes, halb fertiges Gebilde die Ortsdurchfahrt in Wiedensahl aus Richtung Niedernwöhren kommend an der Abzweigung Schützenstraße. Es ist etwa acht Meter lang und ragt drei Meter weit in die Straße hinein, sodass eine komplette Straßenseite versperrt ist. Unter den Wiedensahlern herrscht Unwissenheit über den Sinn dieser Maßnahme.

Das Straßenverkehrsamt teilte auf Anfrage mit, dass dies eine Verkehrsberuhigung darstellt. Diese soll die aus der Dorfmitte kommenden Autos, die auf der Vorfahrtstraße in Richtung Niedernwöhren unterwegs sind, „ausbremsen“. Günter Steierberg vom Bereich Verkehrsaufsicht des Straßenverkehrsamtes nennt dies einen „optischen Durchbruch für den Blick“, weil die Hauptstraße nahtlos in die Schützenstraße übergeht.

Der Anstoß für diese Maßnahme kam aus den Reihen der umliegenden Anwohner der „Gefahrenstelle“. Das zu hohe Tempo vieler Autofahrer würde die Unfallgefahr erhöhen. Daraufhin haben Mitarbeiter des Landkreises die Stelle im vergangenen Jahr unter die Lupe genommen. Mit einem ungeeichten Messgerät wurden innerhalb der Ortschaft Messungen durchgeführt, die Tempoüberschreitungen um bis zu 40 Kilometern pro Stunde festgehalten haben. Die Polizei konnte dort anhand einer Statistik allerdings keine Unfallhäufungsstelle festmachen.

Gänzlich gegen diese Maßnahme spricht sich Wiedensahls Bürgermeister Helmut Schaer aus. Er sieht in der „Verkehrsinsel“ eine Behinderung des Verkehrs und würde, wenn überhaupt, den Anbau einer Leitplanke befürworten. Seiner Auffassung nach ist an früheren Unfällen der zu glatte Straßenbelag schuld gewesen, der im Nachhinein aufgeraut wurde. Auch zahlreiche Bewohner Wiedensahls halten die Maßnahme für überflüssig. Dies ist der Redaktion aus unterschiedlichen Quellen zugetragen worden.




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