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Vereinssporthalle Kellerstraße: Umzug mit spitzem Bleistift

BAD MÜNDER. 25 000 Euro – das ist die Summe, die für neue Sportgeräte für die alte Schulsporthalle eingeplant wurde. Ein großer Batzen für eine Grundausstattung mit Kästen, Bänken, Matten. Doch die Gruppe, die sich mit der zukünftigen Vereinssporthalle beschäftigt, war offenbar erfolgreich beim Einwerben von Geldern.

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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

„Wir haben fast alles zusammen, es fehlen nur noch die Zusagen von zwei Sponsoren“, sagt Jürgen Koch, der für die Arbeitsgemeinschaft der Sportvereine (AG Sport) mit am Tisch sitzt. Ein paar Geräte können repariert werden, aber ein Großteil muss neu angeschafft werden – soviel ist jetzt, wenige Monate vor dem Umzug, bereits klar. Alle Sportgeräte wurden bereits vor einigen Wochen eingehend inspiziert, aussortiert oder zum Ausbessern in der alten Grundschule gelagert. „Wir orientieren uns an den Geräten, die für einen normalen Schulsportunterricht nötig wären“, erklärt Koch auf Anfrage. Hinzu kommen einzelne Geräte wie ein großes Spannreck für den Vereinssport. „Tischtennisplatten haben wir ja schon.“

Der alte Tischtennisspieler Koch hofft außerdem darauf, dass noch ein paar Euro übrig bleiben, um auf LED-Beleuchtung umzurüsten und eine Blende vor den Fenstern einbauen zu können – damit die Spieler nicht direkt von der Sonne geblendet werden.

Wenn die Planung glatt läuft, soll die neue Ausstattung direkt am Tag des Umzugs geliefert werden. Alte Geräte raus, in die dann fertiggestellte Schulsporthalle am Laurentiusweg rein und – laut Koch höchstens mit einem Tag Verzögerung – die neuen Geräte in die dann als Vereinssporthalle gedachte Halle an der Kellerstraße. „Das soll Hand in Hand gehen“, sagt Koch.

Geklärt ist nun auch die Frage nach der Heizung der alten Halle. „Wir haben die Zusage von der Verwaltung, dass in die Halle eine Heizungsanlage eingebaut wird.“ Übrigens unabhängig davon, ob bis zum August die alte Grundschule verkauft wurde oder nicht – obgleich mit dem möglichen Verkaufserlös die Anlage rückwirkend bezahlt werden soll. Die Temperaturregulierung in dem Gebäude war einer der Knackpunkte bei den Verhandlungen zwischen Verwaltung, Politik und Sportvereinen, denn bisher wird die Sporthalle über eine Leitung versorgt, die an die Heizungsanlage im Keller der Grundschule angeschlossen ist (wir berichteten).

Nicht ausgeräumt ist aber die Finanzierung der Vereinssporthalle – die Vereine in Bad Münder und auf den Ortsteilen sind sich weiter uneins. Auf der einen Seite pocht TuSpo-Vorsitzender Helmut Burdorf beständig darauf, dass die Halle gemeinschaftlich von allen Vereinen getragen wird – und zwar über die Einnahmen aus den Hallennutzungsgebühren, wie es auch bei der abgerissenen Sporthalle am Laurentiusweg der Fall war. „Diese Halle muss da mit rein“, pocht Burdorf weiterhin auf Solidarität. Sonst dürfe die Sportbetriebsgesellschaft aus TuSpo und SC, die dann die Halle von der Stadt übernimmt, die Verträge nicht unterzeichnen. Koch ist als Vertreter der anderen Vereine dagegen und verweist darauf, dass die Hallen in den Ortsteilen hauptsächlich von den Vereinen selbst finanziert werden.

Die Zeit drängt allerdings – denn bis zu den Sommerferien soll alles geklärt sein, müssen Verwaltungsausschuss und Stadtrat noch zustimmen. Ein Gespräch im Büro des Bürgermeisters ist bereits anberaumt.

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