×
Impulsworkshop vom KSB: Lob und Anerkennung der Freiwilligen ist überaus wichtig

Vereinssport in Schulen möglich

Hameln. „Gut gemacht“, seien Worte, die im Alltag oft zu kurz kämen, äußerte sich der Referent für Organisationsentwicklung, Marco Lutz vom Landessportbund Niedersachsen. Wer seine ehrenamtlichen Funktionäre im Vereinsleben nicht missen möchte, der müsse die nötige Anerkennung für getane Arbeit aufbringen. Unterschiedliche Anerkennungsformen können hier gewählt werden: ein Taschengeld, ein Zeugnis der Mitarbeit oder im klassischen Sinne die Ehrennadel.

Autor:

Robin Mai

Im Rahmen ihres 10. Lehrgangs der Workshop-Reihe „Engagiert im Sport“ setzten Lutz und sein Lehrgangsteam vier weitere Schwerpunkte:

1. „Wer etwas will, der muss es auch sagen.“ Direkte Ansprache sei der erste Schritt, um potenzielle Ehrenamtliche für den Verein zu gewinnen.

2. Engagement Freiwilliger annehmen, ansonsten verliere der Verein wichtige Kapazitäten, da Freiwillige mit ihren oft guten Ideen den erforderlichen frischen Wind einbringen.

3. Mut, verkrustete Strukturen aufzubrechen, die meisten Vereine in Deutschland seien so fest in ihren veralteten Systemen verankert, dass innovative Neuerungen auf der Strecke blieben. Beispielsweise müssen potenzielle Amtsträger eines Vereins keinesfalls Vereinsmitglied oder sporterfahren sein, um Ämter zu übernehmen. Man könne z. B Eltern von Kindern, die im Sportverein aktiv sind, direkt ansprechen.

4. „Spezifische Ehrenämter“, ein Berufstätiger könne auf keinen Fall den gleichen Zeitaufwand wie ein Rentner betreiben, deswegen sei es wichtig, die verschiedenen Ehrenämter so anzupassen, dass sie auf „die jeweilige Lebenssituation potenziell Engagierter zugeschnitten sind“. Ein „Kümmerer“ müsse her, der zwischenmenschlichen Aufgaben lenke und leite, weiß der ehemalige Basketball-Nationalspieler Henning Harnisch. Dieser „Kümmerer“ kann Menschen motivieren.

Weiterhin lässt Henning Harnisch alias „Hanging Henning“ als aktueller Vizepräsident des Basketball-Bundesligisten Alba Berlin blicken: „Vereinssport muss nicht unbedingt außerhalb der Schulzeiten stattfinden. In Zeiten von Ganztagsschulen ist es durchaus möglich, eine Kooperation zwischen Sportverein und Schule aufzubauen.“

Nach insgesamt drei Stunden Lehrgangszeit wurden die 40 Teilnehmer aus der Sportregion Weserbergland nicht einfach so aus dem TC-Heim entlassen. Vorher riefen die weiteren drei Referenten Olaf Jähner, Daniel Endres und Adalbert Mauerhof zur Reflexion über die eigene Vereins-Philosophie auf: „Fragt nicht, was kann der Verein für mich tun?, fragt lieber, was kann ich für den Verein tun.“ Denn ein Verein bestehe aus vielen verschiedenen Persönlichkeiten und nicht aus einer einzelnen Person.

Die Impulsworkshop-Reihe „Engagiert im Sport“ kann positiv in die Zukunft blicken und sicher sein, dass das breitgefächerte Teilnehmerfeld, welches vom Vorsitzenden des VfL Hameln, Udo Wolten, bis hin zum Vorsitzenden des Motorboot-Clubs Hameln, Alfred Harland, reichte, einige Impulse aufgenommen hat.




Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt