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Verein haftet nicht für Unfall

Bad Münder. Erleidet eine Person, die ein Kind zu einem Auswärtsspiel des Sportvereins mitnimmt, einen Unfall, so hat sie keinen Anspruch auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld vom Verein. Es handelt sich dabei nämlich eine reine Gefälligkeitsleistung. So urteilte der Bundesgerichtshof (Az. III ZR 346/14).

Im konkreten Fall hatte eine Großmutter ihre Enkelin zu einem Fußballturnier gefahren. Es ist in einem Amateurverein allgemein üblich, dass Eltern oder Freunde die jungen Spieler zu Auswärtsspielen bringen. Die Frau hatte auf der Fahrt allerdings einen Unfall, bei dem sie sich verletzte. Sie wollte daraufhin vom Verein den Schaden ersetzt und ein Schmerzensgeld bekommen.

Der Bundesgerichtshof versagte der Dame das Geld. Es handele sich bei der Fahrt um eine reine Gefälligkeit. Es sei Aufgabe der Eltern, die Kinder zum Auswärtsspiel zu bringen oder eben die deren Angehöriger oder Freunde. Das ändere sich auch nicht, weil die Fahrt auch im sportlichen Interesse der Mannschaft und des Vereins durchgeführt wurde, urteilte der Bundesgerichtshof.




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