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Einwohner bangen um ihren Bäcker / Buchholzer eher dafür

Verbrauchermarkt: Negative Stimmen aus Rolfshagen

Rolfshagen (la). Die Wählergemeinschaft Auetal (WGA) möchte einen Verbrauchermarkt an der L 442 zwischen Buchholz und Rolfshagen etablieren, der eine zusätzliche Anbindung von der Straße "Westernholz" erhalten soll (wir berichteten). Die Planungen hat die WGA auf ihrer Internetseite veröffentlicht und dazu ein Forum eingerichtet, um die Meinung der Einwohner aus Rolfshagen und Buchholz dazu einzuholen. Dasüberraschende Ergebnis: Die Buchholzer sind eher dafür, aber die Rolfshäger mit großer Mehrheit dagegen.

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Während zum Beispiel Marion und Werner Nonnenberg "die Idee toll" finden und besonderen Wert auf einen Bäcker in dem Verbrauchermarkt legen, bangen zahlreiche Rolfshäger um "ihren Bäcker Lucks". "Schade eigentlich, wenn es nach der Ansiedelung des neuen Verbrauchermarktes unseren Bäcker Lucks nicht mehr gibt", meint Manfred Krebs. Nicole Gläser fand die Idee spontan gut, doch bei genauerem Nachdenken kamen ihr Zweifel. Sie fürchtet ein zusätzliches Verkehrsaufkommen und meint, dass ausreichend Verbrauchermärkte in der nahen Umgebung vorhanden sind. "Ein weiterer ist nicht nötig", meint sie. Neben dem befürchteten, erhöhten Verkehrsaufkommen ist die Lage bei den Rolfshägern auch deshalb umstritten, weil sie zu weit vom Ortskern entfernt ist und auch die Eigentumsverhältnisse für die geplante Straße vom "Westernholz" werden als kompliziert angesehen. "Klagen und Zwangsenteignungen sind hier vorpro grammiert", meint ein Rolfshäger Bürger. Richard Bischof sieht außerdem die "schöne, ländliche Umgebung" in Gefahr, wie die Bäckerei Lucks, "Papier& mehr" und den ohnehin schwächelnden Wochenmarkt in Rolfshagen. Auch den zusätzlichen Anlieferverkehr sieht Richard Bischof als negativ für die ländliche Region und die Anwohner. "Mir ist aufgefallen, dass keines der Vorstands- oder Ratsmitglieder der WGA in unmittelbarer Nähe des geplanten Marktes wohnt und somit direkt betroffen wäre. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt", so Bischof. Natürlich ist diese Umfrage nicht repräsentativ, aber immerhin ein Richtungssignal. "Ich bin überrascht, dass sich so viele Rolfshäger negativ zu der Idee äußern. Das habe ich so nicht erwartet", sagte Initiator Siegbert Held gegenüber unserer Zeitung. Trotzdem wolle man das Projekt weiterverfolgen. "Angesichts des neuen Marktes in Bad Eilsen haben wir wohl ohnehin keine sehr guten Chancen, einen Investor zu finden", ist Held realistisch.



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