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Dichtes Gedränge bereits am ersten Tag / Fürstliche Sehnsucht nach Zitronen / Vielfältiges Angebot

Venedig und die Landpartie - eine Liebesheirat

Bückeburg. "Die jahrhunderte alte Sehnsucht nach dem Land, wo die Zitronen blühen, ist ungebrochen." Angesichts einer wartenden hundertköpfigen Menschenmenge eröffnete gestern Morgen Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe, Goethe zitierend, seine Landpartie auf Schloss Bückeburg - die inzwischen neunte. Sie steht unter dem Thema "Vene zianisches Barock". Und entsprechend hatte der Fürst venezianische Verstärkung mitgebracht. Die Musikergruppe "Celeste Sirene" intonierte italienische Opernlieder, blass geschminkte Damen und Herren mit weißen Perücken und ausladenen Kleidern stolzierten Hand in Hand um die Ehrengäste. Der Vertreter des italienischen Generalkonsuls, Renzo Talini, sagte, dass Venedig eine eigene Kultur verkörpere: "Wir fühlen uns erst als Venezianer, dann als Italiener." Was den Fürst zu der Replik veranlasste: "Wir nicht als Niedersachsen oder Westfalen, sondern als Schaumburger."

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Autor

Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite

Nach dem Durchschneiden des Eröffnungsbandes - die wartende Menge verteilte sich rasch auf dem weitläufigen Gelände - ging es für den Fürsten auf die Ausstellerrunde. Jeder wurde mit Handschlag begrüßt, hier und dort ein kurzes Gespräch gehalten. Dass auch im Fürsten die Sehnsucht nach Zitronen schlummert, offenbarte er an einem Schmuckstand auf der Schlossinsel, der mit prächtigen Zitronenbäumen aus Sizilien dekoriert war. "Kann man die kaufen?", seine Frage. "Wenn Sie mir einen guten Preis machen", die eindeutige Antwort. Währenddessen hatten sich vor den Kassen Schlangen bis zum Schlosstor gebildet, in Massen strömten die Gäste aufs Gelände. Damen überwogen. Hutträgerinnen traten erst am Nachmittag vermehrt auf - wohl nachdem sich die Unbehüteten an den Ständen ausstaffiert hatten, getreu der am Arm der Freundin ziehenden Dame: "Komm, da gibt es tolle Hüte." "Die sehen aber toll aus", gerieten auch die Gartenfans angesichts der Rosenpracht im Park und Schlosshof ins Entzücken. Wie überhaupt das Angebot der Gärtner so vielfältig war, dass eigentlich jeder Landpartieler etwas für seinen Garten oder Balkon gefunden haben müsste. Ebenso vielfältig das edle, ausgewählte Angebot im Wohn- und Accessoirebereich: 180 Aussteller können schon viel auf die Stände zaubern. Wer des Kaufens überdrüssig war, konnte italienische Köstlichkeiten fürs Auge genießen: barocke Reitkunst der Hofreitschule, barocke Opern oder barocke Modenschauen. Neu im Programm: Brautmodenschau, Bühne Schloss, jeweils 17 Uhr.




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