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Scheiben eingetreten, Blumenkübel verwüstet / "Hinweise auf Täter sind keine Denunziation"

Vandalismus:Öffentliche Toiletten bleiben dicht

Rinteln (ur). Leider ist es inzwischen gerade nach den Wochenenden eher Regel als Ausnahme, dass es in der Innenstadt da und dort zu Fällen von Vandalismus gekommen ist, wofür vermutlich überwiegend angetrunkene Jugendliche in den frühen Morgenstunden als Täter in Frage kommen.

Das mussten Anlieger und Mitarbeiter der Stadt auch am Montag wieder einmal registrieren, wobei ein Schwerpunkt der destruktiven Aktivitäten erneut die Klosterstraße war, wo mehrere Blumenkübel verwüstet wurden. An der Toilettenanlage im Rathaus sind die Scheiben der Außentüren eingetreten worden. Auch Trennwände und Drückergarnituren wurden durch Vandalismus beschädigt, so dass die Toiletten vorläufig geschlossen bleiben müssen. Ob es dieselben Täter waren, die sich auch am für stolze 60 000 Euro frisch renovierten WC neben dem Bürgerhaus am Marktplatz ausgelassen hatten? Die Installationen dort waren bewusst so angelegt worden, dass nach Menschenermessen nichts mehr demoliert werden konnte. Dennoch wurden die neuen Seifenspender demoliert und die Toilettenpapierrollen in das WC gestopft beziehungsweise in den Räumlichkeiten verstreut. Weitere Hiobsbotschaft: Das bleiverglaste Ostfenster der Friedhofskapelle Todenmann ist eingeworfen worden. Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz will die Bekämpfung derartiger Taten jetzt zur Chefsache machen: "Das sind keine Dummejungen-Streiche mehr, sondern da steckt schon kriminelle Energie dahinter." Es habe nichts mit Denunziation zu tun, wenn Bürger, die entsprechende Beobachtungen zur Aufklärung solcher Taten gemacht haben, diese umgehend weiterleiten: "Auf Dauer müssen wir eine Kultur des Hinschauens entwickeln, wo sich alle Bürger für das öffentliche Eigentum verantwortlich fühlen - schließlich müssen wir alle auch die Rechnung dafür bezahlen!" Eine Häufung solcher Vorfälle ist jeweils dann vorherzusehen, wenn Veranstaltungen stattfinden, die sich an ein junges Publikum wenden und mit Alkoholausschank verbunden sind: "Derlei Zerstörungen gehören für manche Teilnehmer von Feten im Brückentorsaal offenbar dazu." Eindringlicher Appell von Buchholz: "Hinweise auf die Täter sind keine Denunziation. Und wer nicht bei der Polizei anrufen möchte, kann mich auch ganz persönlich kontaktieren!" Wenig Chancen sieht der Verwaltungschef in der Installation von Kameras: "Wir dürfen uns nicht durch solche Randalierer in rechtliche Grauzonen zwingen lassen und die Bürger rundum überwachen, nur um die wenigen Missetäter zu erwischen, die sich dann vermutlich andere Ziele suchen."

2 Bilder
In der Klosterstraße sind Blumenkübel verwüstet worden.



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