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Valentinstag: Viele Frauen erleben Gewalt statt Romantik

BAD MÜNDER. Am Sonntag ist Valentinstag – der Tag, an dem die romantische Liebe gefeiert wird. Doch nicht alle Frauen erleben in ihrer Beziehung romantische Gesten – daher machen Frauenorganisationen auch am 14. Februar auf Frauenrechte und Frauen, die Gewalt durch ihre Partner erfahren, aufmerksam.

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Autor

Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

„Viele Frauen erleben in ihrer Beziehung Bedrohungen und Gewalt statt Liebe und Romantik“, weiß auch Sina Bruns, Gleichstellungsbeauftragte bei der Stadt Bad Münder. „Jede dritte Frau in Deutschland ist von Gewalt betroffen. Eine Entschuldigung dafür kann es nicht geben – auch nicht in Form einer Rose.“ Die Situation für Frauen werde schlimmer, und noch immer werde viel zu wenig für die Frauen getan. Die Täter seien meist Männer, häufig Ehemänner, Partner, Ex-Partner oder Freunde, sagt Bruns. Die Frauen würden misshandelt, weil sie Frauen sind, weil Männer glauben, dass sie das Recht dazu haben, weil die Frauen sich trennen wollen „oder weil Männer ihren Frust, Hass und Wut an Frauen und Mädchen auslassen oder ihre Macht demonstrieren wollen“.

Da auch am „Tag der Liebe“ Frauen von sexueller und physischer Gewalt betroffen seien, sind die Beraterinnen des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ am Valentinstag 24 Stunden unter 08000/ 116016 und auf www.hilfetelefon.de erreichbar – anonym, kostenfrei und in 17 Fremdsprachen.

Auch die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Hameln-Pyrmont beraten und setzen sich für Frauen ein. Sie fordern unter anderem ein angemessenes strafrechtliches Vorgehen gegen Femizide, eine verbesserte bundesweite Erhebung von Daten zu Gewalt an Frauen, eine Erforschung von Gewaltpotentialen in Familie und Partnerschaft, die Verwendung des Begriffs Femizid sowie Förderung der Hilfsangebote für Opfer häuslicher Gewalt.

„Ich hoffe und wünsche mir, dass viele Frauen Mut finden. Nur so können wir darauf aufmerksam und dieses Tabuthema öffentlich machen“, sagt Bruns.




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