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Karoline und Ernst Ovesiek feiern heute Diamantene Hochzeit / Vier Generationen unter einem Dach / Jubilare haben bemerkenswerte Stammbäume

Uropa Ovesiek : "Ich war auf der Stelle in mein Linchen verknallt"

Meinsen (bus). Heute feiern in Meinsen die Eheleute Karoline und Ernst Ovesiek das Fest der Diamantenen Hochzeit. Karoline, 1924 in Meinsen auf dem Meierhof 1 als Kind der Familie Sobbe geboren, und ihr 1923 in Volmerdingsen zur Welt gekommener Gatte erfreuen sich passabler körperlicher und geistiger Verfassung. "Um ein paar Wehwehchen kommt man im Alter nicht herum", erläutert das Jubelpaar.

Vier Generationen unter einem Dach: Karoline (von links), Karl-H

Die Eheleute verfügen jeweils über äußerst bemerkenswerte Stammbäume. Das märkische Rittergeschlecht Sobbe findet unter dem Namen Sobbe von Altena urkundlich 1132 erstmals Erwähnung; der Name Ovesiek lässt sich über mehr als 1200 Jahre zurückverfolgen. Aus der vor 60 Jahren geschlossenen Ehe gingen eine Tochter und zwei Söhne, sechs Enkel- und sechs Urenkelkinder hervor. Ihren Ruheabend verbringen Ernst und Linchen, wie Uroma Ovesiek in Meinsen gerufen wird, gemeinsam mit Sohn Karl-Heinrich und dessen Frau Karin, Karl-Heinrichs Sohn Helge und Gattin Nicole sowie deren Kindern Maximilian und Lena-Sophie. "Vier Generationen mit jeweils einem weiblichen und einem männlichen Vertreter unter einem Dach gibt es wohl nicht alle Tage", bemerkt das Paar mit ein wenig Stolz in der Stimme. Auch ansonsten prägten das Leben der "Diamantenen" einige außerordentliche Vorkommnisse. Ihre Bekanntschaft haben sie mehr oder weniger dem Zweiten Weltkrieg zu verdanken, respektive der wagemutigen Flucht des Funkers aus der Kriegsgefangenschaft. "Ich habe mich damals nach drei Tagen sozusagen selbst entlassen",spielt der seinerzeit bestens trainierte Leichtathlet das Wagnis heute etwas herunter. Die Flucht führte ihn schließlich ins Bückeburgische, wo es in Meinsen nicht lange Zeit in Anspruch nahm, auf die junge Karoline aufmerksam zu werden. "Ich war auf der Stelle in sie verknallt", gesteht Uropa Ovesiek unumwunden ein. "Und ich wusste nicht einmal, dass Linchen als älteste von drei Töchtern einen großen Hof erben würde." Zwei Jahre drauf schlossen sie am 17. Juli 1947 den Bund fürs Leben. In den Folgejahren sah der Hof Sobbe/Ovesiek zahlreiche technische Neuerungen, die in der Nachbarschaft mehr Skepsis als Zustimmung hervorriefen. "Meistens haben wir aber richtig gelegen, wir waren nur der Zeit einen Schritt voraus", lautet die Einschätzung im Rückblick. Dennoch genießt das Diamant-Paar in der Ortschaft und darüber hinaus große Wertschätzung, wovon nicht zuletzt 14 ehrenamtliche Engagements des Ehemanns und die Position der Ehefrau als Ortsvertrauensfrau des Landvolkes Zeugnis ablegen. Ernst Ovesiek hat sich darüber hinaus mit den Chroniken 800 Jahre Meinsen, 130 Jahre Meinser Sparkasse und 140 Jahre Meinser Friedhof einen Namen gemacht. Die von ihm zu Papier gebrachte Familiengeschichte wird vom Staatsarchiv aufbewahrt.



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