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Tempo-30-Forderung für die südliche Bahnhofstraße: Anwohner registrieren mehr Verkehr, der Kreis nicht

Unterschiedliche Auffassungen bei Kreis und Anwohnern

Bad Münder (jhr). Anwohner-Frust – daran konnte auch der gestrige Ortstermin im südlichen Teil der Bahnhofstraße nichts ändern. Auf Initiative von Lothar Materne und seinen Nachbarn fand gestern ein Gespräch von Anwohnern mit Vertretern von Landkreis, Stadt, Öffis und Polizei statt. Das Anliegen der Anwohner: Tempo 30 für die Bahnhofstraße – weil immer mehr und immer schneller auf der Bahnhofstraße gefahren werde.

Anwohner und Vertreter von Stadt, Kreis, Polizei und Öffis beim Ortstermin.  Foto: jhr

Diese Feststellung der Anlieger war es dann aber auch, die zwischen Anliegern und Vertretern der Institutionen lag. Nach Auffassung der Anwohner haben sich mit Inbetriebnahme des Kreisverkehrs am Rohmelcenter die Verkehrsströme verändert, vermehrt werde der südliche Teil der Bahnhofstraße als vermeintlich schnellerer Zubringer zur Bundesstraße Richtung Hachmühlen genutzt – auch von schweren Lkw. Die Anwohner haben dazu selbst Verkehrszählungen angestrengt, und ihre Zahlen decken sich mit denen, die der Kreis ermittelt hat. Unterschiedliche Auffassungen gibt es allerdings darüber, wie die Straße vor Kreisel-Inbetriebnahme frequentiert wurde. „Wir haben jetzt deutlich mehr Verkehr“ sagen Materne und seine Mitstreiter. Die Zahlen seinen nahezu identisch mit denen der Vorjahre 2008, 2009 und 2010, erklärt Iris Reineke-Halbrock vom Fachdienst Verkehrswesen des Landkreises. Und: Geschwindigkeitskontrollen hätten sehr wohl ergeben, dass auch in der Bahnhofstraße zu schnell gefahren werde – sieben Prozent der Fahrzeuge seien schneller als erlaubt gewesen. Allerdings: „Das ist absolut im normalen Bereich“, machte Reineke-Halbrock den Anliegern deutlich.

Positiv aufgenommen wurde der Vorschlag des münderschen Bau-Fachbereichsleiters Uwe Hünefeld, lediglich auf Höhe des zukünftigen KGS-Geländes Tempo 30 anzuordnen. Die Notwendigkeit dafür ergebe sich allerdings nicht aus den ermittelten Zahlen, entgegnete die Vertreterin des Kreises. Ihr Vorschlag: Für ein Jahr soll die Situation zunächst beobachtet werden – falls sich entgegen der Erwartung das Verkehrsaufkommen deutlich steigere, könne über Maßnahmen gesprochen werden.

Zufrieden waren die Anlieger mit dieser Entscheidung nicht, Anwohner Wilfried Hohnrott fand dennoch einen positiven Aspekt: Die Verwaltungen hätten sehr schnell reagiert und zum Gespräch gebeten.



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