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Unter Tage auf Spurensuche

Ein kühler Luftzug streicht einem über das Gesicht, wenn man den Hüttenstollen betritt. Hier ist es an heißen Tagen viel angenehmer als „oben“, hier muss man sich nicht in den Schatten flüchten, hier hat man Kühle. Es ist ruhig. Dunkelheit umfängt einen, bis kurz darauf Lampen den langen Stollen erhellen. Hier unten kann man es fast fühlen: Den historischen Hintergrund des Bergwerkes, in dem noch bis 1953 Steinkohle abgebaut wurde. Die Faszination lebt unter der Erde: Das Besucherbergwerk in Osterwald, der Hüttenstollen, bietet Besuchern spannende Einblicke in die Vergangenheit. Wie haben sich die Kumpel gefühlt, als sie damals in Dunkelheit und Nässe ihrer Arbeit nachgegangen sind? Wie sind sie mit der Enge klargekommen, weswegen sie teilweise liegend die Steinkohle abtragen mussten? – Kommen Sie, liebe Leserin, lieber Leser, der Geschichte des Bergwerks ein kleines Stück näher und nehmen Sie an einer der sonntäglichen Führungen teil. Das 1980 für Besucher eröffnete Bergwerk bietet allerlei zu entdecken: Muschelbänke von vor etwa 140 Millionen Jahren zum Beispiel. Ein sachkundiger Führer ist auf der Tour über den 450 Meter langen Stollen dabei. Es war übrigens Herzog Julius von Braunschweig, der einst den Auftrag gab, hier nach Steinkohle zu schürfen. Jetzt schürfen Besucher – nach Historie. ahi

Der Hüttenstollen – Besucherbergwerk und Museum Osterwald: Führungen von März bis Oktober sonntags jeweils 13.15 Uhr und 14.30 Uhr / Öffnungszeiten des Museums während der Stollenführungszeiten sowie mittwochs 15 bis 18 Uhr / Internet: www.der-huettenstollen.de

MUSEUMSTOUR (1)




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