×

Unglaublich

Zu: „Der Kampf gegen die Steinigung“, v. 13. August

Diesem Artikel über Steinigung im Allgemeinen und dem Fall Sakineh Ashtiani im Besonderen ist kaum etwas hinzuzufügen. Hier wird einerseits die unvorstellbare Angst, und das jahrelang, vor diesem grausamen Tod deutlich. Andererseits wird uns vor Augen geführt, wie Menschen mit Menschen umgehen, die bestimmte moralische „gottgegebene“ Normen angeblich nicht eingehalten haben. Wobei diese „Gott gegebenen“ Normen von Menschen gemacht wurden, um Machtansprüche aufrechterhalten zu können. Unglaublich die Urteilsfindung selbst bei Todesurteilen, die „aus dem Bauch heraus“ erfolgen kann. Eine eindeutige Beweislage ist dabei keineswegs erforderlich, eine „gefühlte Schuld“ sozusagen (nach Amnesty International Deutschland). Die Steinigung wird im Iran für das „Verbrechen“ Ehebruch verhängt. 2002 verfügte die Oberste Justizautorität des Iran ein Moratorium für Hinrichtung durch Steinigung. Ein Sprecher des iranischen Justizministeriums gab an, dass das Moratorium rechtlich nicht bindend sei, so dass Richter es durchaus ignorieren können. Noch Angaben von Amnesty International sind zur Zeit sieben Frauen und drei Männer von Steinigung bedroht. Diese Fälle lösen oft weltweite Kritik aus. Es zeigt, dass viele Menschen den Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht gleichgültig gegenüberstehen. Bleibt die Frage: Was kann ich tun? Uns bleibt nur der Protest durch Briefe, Karten oder E-Mails.

Johannes Kügler, Hameln




Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt