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A 2 bei Lauenau: Schaumburgerin unter den Opfern / Polizei: Genaue Unfallursache vorerst unklar

Ungebremst in Sattelzug - drei Tote

Lauenau (nah). Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 2 zwischen Lauenau und Bad Nenndorf in Höhe des Strutzbergs sind gestern Morgen drei Menschen in ihren Fahrzeugen tödlich verletzt worden. Zur Identität der wahrscheinlich schon beim Aufprall getöteten Insassen wollte die Polizei keine näheren Angaben machen. Zumindest im Fall einer ums Leben gekommenen Schaumburgerin sollen die Angehörigen noch am gestrigen Abend benachrichtigt worden sein.

Rettungskräften und Ersthelfern bot sich ein Bild des Grauens: Zwei Autos waren vermutlich ungebremst in einen querstehenden Lastzug gerast und in Flammen aufgegangen. Ein drittes Fahrzeug, das zuerst vom Lkw erfasst worden war, lag völlig zermalmt auf dem Standstreifen. Der Fahrer eines weiteren Wagens kam mit dem Schrecken in seinem erheblich beschädigten VW Passat davon. Auf der Gegenfahrbahn wurden fünf Autos durch herumfliegende Trümmerteile getroffen. Der Unfallverursacher überlebte schwerverletzt. Den entstandenen Sachschaden bezifferte die Polizei gestern Abend auf rund 220 000 Euro. Die Frage, warum der mit Papierrollen beladene Lastzug auf der A 2 in Richtung Dortmund auf gerader Strecke und bei trockener Witterung gestern gegen 8 Uhr ins Schlingern geriet, ist nach Angaben des Verkehrsunfalldienstes Hannover gestern Abend noch unbeantwortet gewesen. Der 51-jährige Lkw-Fahrer aus Polen habe zwar den ermittelnden Beamten erklärt, er sei auf der Mittelspur unterwegs gewesen, als er einem plötzlich ausscherenden Gespann ausweichen musste. "Diese Aussage stimmt jedoch nicht mit den Spuren am Unfallortüberein", betonte der Einsatzleiter auf Anfrage. Wegen des Unfalls bildeten sich auf der A 2 lange Staus. In Richtung Hannover blieb die Autobahn mehr als acht Stunden voll gesperrt. Seite 15




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