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Dörtes Imbiss ist Treffpunkt für viele

…und zum Frühstück ’ne schöne Currywurst

Wenn morgens um 3 Uhr der Wecker klingelt, beginnt für Dörte Meyer ein langer Arbeitstag. Spätestens um 4 Uhr ist die 29-Jährige auf dem Wochenmarkt, bereitet ihren Stand und das angrenzende Zelt für den Ansturm der Frühstücks- und Mittagsgäste vor. Und der setzt bereits ab 6 Uhr ein: „Die ersten sind Handwerker und andere, die früh aufstehen müssen, aber auch Leute, die von der Nachtschicht kommen“, erzählt sie. Die einen wollen Frühstück, die anderen einen Feierabend-Imbiss. Und für viele ist das um diese Uhrzeit die Currywurst.

Wenn morgens um 3 Uhr der Wecker klingelt, beginnt für Dörte Meyer ein langer Arbeitstag. Spätestens um 4 Uhr ist die 29-Jährige auf dem Wochenmarkt, bereitet ihren Stand und das angrenzende Zelt für den Ansturm der Frühstücks- und Mittagsgäste vor. Und der setzt bereits ab 6 Uhr ein: „Die ersten sind Handwerker und andere, die früh aufstehen müssen, aber auch Leute, die von der Nachtschicht kommen“, erzählt sie. Die einen wollen Frühstück, die anderen einen Feierabend-Imbiss. Und für viele ist das um diese Uhrzeit die Currywurst. Warum auch nicht? „Ich hab’ heute Morgen auch schon Bratkartoffeln mit Spiegeleiern gefrühstückt“, lacht Dörte Meyer. Wenn man so früh aus den Federn muss, ticken die Uhren anders: Dann ist morgens oft schon mittags. „Ich bin seit 4 Uhr auf“, bestätigt Markt-Kollegin Brigitte Pook, die sich gerade eine hausgemachte Frikadelle mit Kartoffelecken und Kräuterschmand schmecken lässt: „Um halb elf ist für mich da schon Mittagessenszeit.“

Dörte Meyer hat Verständnis für die Gelüste ihrer Kunden: „Was mittags schmeckt, kann morgens nicht verkehrt sein“, findet sie, und so bekommt man bei ihr sowohl Frühstück als auch Mittagsgerichte von 6 Uhr bis 13 Uhr. Das traditionelle Frühstück mit Brötchen, Käse, Wurst und Marmelade gibt’s schon für 2,90 Euro, wer’s üppiger mag, kann zu Rühreiern, Spiegeleiern oder Bratkartoffeln mit Schinken und Eiern greifen. 4,90 Euro kostet ein Lachsfrühstück mit Graved-Soße und Butterbrötchen. Alles inklusive einer Tasse Kaffee, versteht sich.

Bei den Mittagsangeboten sind Brat- und Currywurst zwar der Renner, aber: „Aber auch andere Gerichte werden zunehmend genommen“, freut sich Dörte Meyer. Eintöpfe wie Erbensuppe gehören dazu, Nackensteaks mit Speckkartoffelsalat, Grünkohl und Bregenwurst, Schweinebraten mit Sauerkraut, aber auch Matjes mit Bratkartoffeln oder im Sommer Milchreis mit Zimt und Zucker oder Kirschen. Von 1,80 Euro bis 5 Euro kosten die Mittagessen. „Was ich anbiete, ist ganz oft saisonal“, sagt Dörte Meyer: „Und alle Zutaten sind vom Wochenmarkt.“ Da schmeckt’s auch den Kollegen.

Und nicht nur denen: 60 bis 70 Prozent der Kunden an Dörtes Imbiss sind Stammgäste. „30 Prozent ist Laufkundschaft“, schätzt die junge Mutter, deren 10-jährige Tochter Johanna gern mal mitkommt und dann auch unbedingt mithelfen will: „Sie zapft gern Kaffee“, meint Dörte Meyer.

Treffpunkt Wochenmarkt: Für Erika Michel, Friedegunde Röper, Elfriede Koltzinsky, Inge und Hans Zobel ist er ein ausgesprochen geselliger Ort: Seit fünf Jahren finden sie sich jeden Mittwoch und Samstag um 10 Uhr im Zelt von Dörtes Imbiss auf einen Kaffee oder auch zum Frühstück ein. „Das bunte Treiben des Marktes gefällt uns“, erzählt die muntere Damenrunde, bei der Hans der Hahn im Korb ist. Die Marktatmosphäre ziehen sie jedem Café vor: „Wir tratschen, tauschen Klatsch aus und begucken Leute“, lacht Friedegunde Röper. Verabreden muss man sich nicht mehr, der Fixtermin steht – bei Wind und Wetter: „Wer kommt, der kommt.“ Wenn’s wärmer wird, sitzen die fünf Freunde gern im offenen Zelt, aber auch im Winter ist es mit den Heizstrahlern kuschelig. Eine gute Stunde wird geplaudert, danach werden die Einkäufe auf dem Markt erledigt.

Stammgäste wie diese fünf gibt es viele bei Dörte Meyer: „Mittwochs sind es vor allem Leute, die hier im Umkreis arbeiten“, sagt die 29-Jährige, „Samstags sind es eher Ehepaare und Familien.“ Und es gibt auch Stammkunden, die sich das Essen bei ihr holen: Denn alle Gerichte kann man auch mitnehmen. Erschreckend findet die junge Frau, die ihre Kochkünste vor allem der Großmutter verdankt, dass so viele jüngere Menschen heute überhaupt nicht mehr kochen können: „Die greifen zu Fertigprodukten im Supermarkt und können mit dem Angebot auf dem Wochenmarkt wenig anfangen“, hat sie festgestellt. Dörtes Lieblingsgerichte sind Eintöpfe: „Da hab’ ich alles von Oma gelernt.“ Fisch habe sie überhaupt erst mit 21 Jahren angefangen zu essen, sagt die Tochter von Fisch-Meyer: „Weil er mir nicht geschmeckt hat.“

Heute ist das anders. Aber wenn sie Fisch isst, dann „nur vom Vater“. Er ist derjenige, der zu Hause kocht. „Meine Mutter kocht eher selten, dann aber richtig aufwendige Sachen mit drei bis vier Gängen“, sagt Dörte Meyer.

Stammgäste bei Dörte Meyer (v.li.): Erika Michel, Friedegunde Röper, Elfriede Koltzinsky und Inge Zobel. Inges Mann Hans ist Hahn im Korb dieser munteren Damenrunde, die sich mittwochs und samstags trifft.

„Ich hab’ fast alles von der Oma gelernt“, sagt Dörte Meyer, die an ihrem Imbiss auf dem Wochenmarkt neben einer Frühstücksauswahl vor allem deftige saisonale Gerichte anbietet, aber auch Brat- und Currywurst oder im Sommer Milchreis auf der Speisekarte hat. Der Imbiss der 29-Jährigen ist ein beliebter Treffpunkt. Viele Kunden sind Stammgäste.

Fotos: Dana

Vom Hamelner Wochen- markt

berichtet

Karin Rohr




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