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Und nun? Zukunft der HF Springe weiter offen

SPRINGE. „Wir brauchen eure Hilfe!“ Mit diesem Appell von Pressesprecher Jens Buchmeier an die Fans endete am Sonnabend gegen 21 Uhr die Saison der Handballfreunde Springe in der 3. Liga. Ob es eine weitere gibt, ist weiter offen. Anscheinend gibt es Probleme, den Spielbetrieb ein weiteres Jahr zu finanzieren.

Fabian Hinz winkt zum Abschied: Der Kapitän beendet nach neun Jahren in Springe seine Karriere. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Ein Anzeichen dafür: Sebastian Preiß, dessen Vertrag ausläuft, wurde nach dem Spiel nicht verabschiedet. Auf die Frage, ob er in Springe bleibe, hob er aber nur die Hände in die Höhe, grinste und drehte sich zum Gehen. „Wir befinden uns in rauem Fahrwasser“, hatte Buchmeier nach der Verabschiedung der Spieler, die die HF sicher verlassen, gesagt.

Es fehlt nicht nur an Geld, sondern auch an Händen: „Wir müssen die Arbeit, die es gibt, auf viele Schultern verteilen“, sagte Buchmeier. Und: „Wir haben ein offenes Ohr für alle, die mitarbeiten wollen rund um diese tolle Mannschaft. Unser aller Ziel sollte es sein, dass der Drittliga-Handball in Springe weitergeht.“ Die Stimme des Pressesprechers bebte merklich bei seinen eindringlichen Worten an das Publikum. Er schloss mit einem trotzigen: „Auf Wiedersehen!“

Zuvor hatte die Mannschaft in ihrem letzten Saisonspiel einen souveränen 32:24 (16:10)-Erfolg gegen den HC Empor Rostock gelandet. Weil zeitgleich Schwerin gegen den HSV Hannover gewann, blieb es beim vierten Platz.

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Maximilian Schüttemeyer steuert in seinem letzten Spiel für die HF sechs Treffer bei. Foto: Bertram

Für vier Spieler war es das letzte Spiel im HF-Dress. Torjäger Maximilian Schüttemeyer wechselt zur TSG AH Bielefeld in die Oberliga Westfalen – er steuerte zum Abschied noch einmal sechs Tore bei. Nils Eichenberger, der künftig bei Oberliga-Aufsteiger TuS Vinnhorst spielt, machte seine vier Tore allesamt in der ersten Halbzeit – nach dem Seitenwechsel kam auf Rechtsaußen Pawel Pietak zum Einsatz. Torwart Daniel Hoffmann geht ebenfalls in die Oberliga: Er wechselt zur HSG Schaumburg-Nord und verabschiedete sich mit einigen starken Paraden vom Springer Publikum.

Den längsten Applaus bei der Verabschiedung bekam aber naturgemäß Kapitän Fabian Hinz, der nach neun Jahren in Springe seine Karriere beendet. „Er hat unser Spiel geprägt“, adelte Buchmeier ihn.

Hinz genoss sein letztes Spiel: „Es war, wie es sein soll. Alle haben sich nochmal reingehängt, keiner hat sich verletzt“, sagte der 28-Jährige, der sich freute, dass trotz schönem Wetter und dem DHB-Pokal-Halbfinale noch einmal fast 400 Zuschauer den Weg in die Halle fanden: „Ihr habt uns die ganze Saison über großartig unterstützt und zu ein paar Punkten verholfen, die wir ohne euch vielleicht nicht geholt hätten“, bedankte er sich bei den Fans.

Schon während des Spiels hatte die Mannschaft sich bei den Zuschauern für die Unterstützung bedankt. Trainer Oleg Kuleshov hatte zwei Minuten vor dem Ende noch eine Auszeit genommen, die die Springer nutzten, um ins Publikum zu winken – das dankte mit stehenden Ovationen für die restliche Spielzeit.

Nur einer fehlte zum Abschluss auf dem Feld: Sebastian Preiß hatte sich im Training verletzt – und verpasste sein erstes Pflichtspiel in zwei Jahren bei den HF – man darf gespannt sein, ob er sich noch sportlich aus Springe verabschieden kann.



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