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Mercedes-Benz verpasst dem Unimog ein neues Design und neueste Technik

Und auf ewig kein Ende im Gelände

Autor:

Henner-E. Kerl

Er hat längst Kultstatus, und Dr. Dieter Zetsche, der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, nennt den Unimog liebevoll „John Wayne unter den Nutzfahrzeugen“. Vor 68 Jahren verließ der erste die Werkshalle, jetzt rollt die nächste Generation des Legende-Lasters völlig überarbeitet an den Start. Trotz allen technischen Fortschritts, der Unimog ist immer noch das schier unverwüstliche Arbeitstier schlechthin, das nichts aufhalten kann und auch dann noch arbeitet, wenn andere längst streiken. Und: Noch nie hatte ein Unimog so viel Leistung. Kein Ende im Gelände für das Arbeitstier.

Selbstverständlich hat der Unimog, Baujahr 2013, mit seinen Urahnen äußerlich wenig gemein. Sein Design hat sich – und das dürften eingeschweißte Unimog-Fans bedauern – der Zeit angepasst, wirkt fast schon futuristisch. Und zukunftsweisend ist nicht nur die Formgebung, sondern auch die Technik. Weil für Spezial-Lkw wie ihn ab 2014 die Abgasnorm Euro 6 gilt, schenkt Mercedes-Benz der neuen Unimog-Reihe hochmoderne Triebwerke, die dank der aufwendigen Abgasreinigung die Norm schon jetzt erfüllen. Die umweltfreundlichen Dieselmotoren – angeboten werden drei 5,1-Liter-Vierzylinder und zwei 7,7-Liter-Sechszylinder von 156 bis 299 PS – stoßen 90 Prozent weniger Emissionen und Partikel aus als die aktuellen in den Vorgängermodellen und verbrauchen bis zu fünf Prozent weniger Sprit.

Von 7,5 bis 16 Tonnen Gesamtgewicht bringt der Unimog auf die Straße, und mit seinen recht kompakten Maßen (2,30 Meter breit und maximal 6,17 Meter lang) ist er universell einsatzbereit wie eh und je. Dabei lassen sich die Einstiegsmodelle U 216 und U 218 fast wie eine Limousine fahren und jonglieren, zumal der Wendekreis gerademal 12,6 Meter beträgt. Aber es wäre ja kein Unimog, wenn man, um je nach Bedarf die rechte Seite besser einsehen zu können, hier nicht Lenkrad und Pedale vom Fahrer- auf den Beifahrerplatz verschieben könnte – ein Plus, das zudem durch ein neues Frontkamera-Monitorsystem aufgewertet wird.

Um bei den hochgeländegängigen Versionen zum einen alles für beste Sicht rundum zu tun und anderseits die Motoren plus Abgasreinigung bestens zu platzieren, wurde der Motorblock hier um einen Meter weiter nach hinten verschoben. Wie die gesamte Fahrerkabine wurde auch das Unimog-Getriebe optimiert. Das Schalten erfolgt über den Lenkstockhebel an der Lenksäule. Wie bisher stehen acht Vorwärts- und sechs Rückwärtsgänge zur Verfügung, optional auch eine Geländegruppe für Einsätze abseits befestigter Straßen im Geschwindigkeitsbereich zwischen 2,5 und 35 km/h.




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