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Prophylaxe-Helferinnen klären Grundschüler über Zahnpflege auf / Weitere Schulbesuche im Landkreis

Und alle: "Wir werden Zahnputzmeister sein!"

Rehren (la). "Ihr kennt doch alle das berühmte Fußballlied, oder?" fragt Martina Hofhans die Viertklässler der Grundschule Auetal und bekommt ein lautes Ja zur Antwort. "Wir haben das Lied etwas umgedichtet und wollen es mit euch singen", kündigt die Prophylaxe-Helferin an. "54, 74, 90, 2010 - so stimmen wir alle ein. Mit der Bürste in der Hand und der Pasta obendrauf, werden wir Putzmeister sein", klingt es daraufhin lautstark durch die Aula. Martina Hofhans und Christel Potthast sind Prophylaxe-Helferinnen des Landkreises Schaumburg und in Sachen Zahnpflege und zahngesunde Ernährung in Kindergärten und Schulen unterwegs.

Die Prophylaxe-Helferinnen Martina Hofhans (l.) und Christel Pot

Die Grundschule Auetal war nach den Kindergärten die erste Schule im Landkreis Schaumburg, an der sie ihr Projekt anboten. Die rund 330 Kinder kamen in verschiedenen Altersgruppen in die Aula und wurden 45 Minuten lang spielerisch informiert. "Wichtig ist uns dabei, dass die Kinder aktiv mitmachen können", erklärte Hofhans - und das taten die Auetaler Grundschüler. Zunächst erläuterten ihnen die Prophylaxe-Helferinnen, wie lange und mit welcher Technik die Zähne geputzt werden sollten. An überdimensionalen Modellen konnten die Kinder schließlich üben. Außerdem erfuhren sie, dass zum Beispiel auch in Chips eine Menge Zucker steckt. "Obst und Gemüse sind viel gesünder, und wenn ihr Milch statt Limonade trinkt, dann ist das ebenfalls besser für eure Zähne", erklärte Christel Potthast. Bei dem bekannten Quiz "Eins, zwei oder drei", bekamen die Kinder einen Zahn-Punkt für jede richtige Antwort. Dabei drehte sich alles um das Thema Zahngesundheit. Die Punkte konnten gegen ein Zahnputz-Set eingetauscht werden, das von verschiedenen Krankenkassen zur Verfügung gestellt wurde. "Das werde ich jetzt überall hin mitnehmen, damit ich mir immer die Zähne putzen kann",sagte die zehnjährige Julia. Wichtig war es den Prophylaxe-Helferinnen, die Kinderüber den Zahnarztbesuch aufzuklären und ihnen die Angst davor zu nehmen. Zudem waren bei den Grundschülern auch die kieferorthopädischen Behandlungen ein Thema. "Muss ich eine Klammer haben? Sitzt die dann fest, oder kann man die rausnehmen?" fragte der neunjährige Patrick. "Wie lange wachsen Zähne eigentlich, und muss jeder Weisheitszähne bekommen, die dann sowieso gezogen werden?", fragte ein Mädchen. Auf alles hatten Christel Potthast und Martina Hofhans eine Antwort. "Das war heute sehr spannend für uns, weil die Schulkinder sehr viel mehr Fragen stellen als die Kleinen im Kindergarten und sehr interessiert mitmachen", sagte Hofhans. Natürlich war das Programm für die Grundschüler ein anderes, als für die Kindergartenkinder. "Wir haben uns bei der Planung Tipps bei meinen Kindern geholt", verriet Martina Hofhans. In den nächsten Wochen werden die beiden Prophylaxe-Helferinnen noch zahlreiche weitere Schulen im Landkreis Schaumburg besuchen. Nach den Sommerferien soll dann aber der Schwerpunkt zunächst wieder bei den Kindergärten liegen. "Da leisten wir schließlich Basisarbeit", sagte Hofhans.

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