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Aus fünf Ämtern werden drei Fachbereiche – Mitarbeiter sollen mehr Verantwortung übernehmen

Umstellung der Verwaltung auf leisen Sohlen

Bad Münder (st). Wenn am kommenden Montag die Mitarbeiter der münderschen Verwaltung am frühen Morgen ihren Dienst antreten, dann gehören sie nicht mehr wie bisher einem von fünf Ämtern an, sondern einem von drei Fachbereichen. Zum neuen Jahr greift die geplante Umstellung in vollem Umfang, die mit der Einrichtung des Referates für Stadtentwicklung bereits Anfang dieses Jahres eingeleitet wurde.


Der aktuelle Personalamtsleiter der münderschen Verwaltung, Heiko Knigge, geht von einem fließenden Übergang aus – die Umstellung sei gut vorbereitet. Dieser Schritt bedeute unter anderem eine Verschlankung der Verwaltung, im Zuge derer jeder einzelne Mitarbeiter mehr Verantwortung übertragen bekäme, sagt Knigge. „Wir reagieren damit auf die Personalsituation“, erklärt Knigge. Nach Einsparungen in der Vergangenheit sei die Umstellung erforderlich gewesen. „Durch die Abgabe von Verantwortung an die Mitarbeit ist es möglich, verschiedene Prozesse zu straffen“, sagt Knigge.

Während die Mitarbeiter ab Montag neue Dienst- und Geschäftsanweisungen zu befolgen haben – laut Knigge durchaus ein gewisser organisatorischer Aufwand – ändert sich für die Bürger nichts. „Die Menschen, die mit einem Anliegen zu uns kommen, werden von der Umstellung nichts merken“, sagt Knigge. Alles funktioniere wie bisher.

Auch ein Akten-Geschleppe innerhalb der Verwaltungsgebäude oder quer durch die Stadt vom Rathaus zum Steinhof wird es nach Knigges Aussage nicht geben. „Wir haben bewusst räumlich nur wenig verändert.“ Alle Bereiche, die bisher im Rathaus untergebracht sind, bleiben auch dort – ebenso verhält es sich im Steinhof und im Gebäude an der Langen Straße 3.

Trotz neuer Anweisungen und einiger veränderter Dienstwege glaubt Knigge, dass auch das Personal die Umstellung ohne große Probleme meistern wird. Eine Besonderheit ist der Fall der aktuellen Stellvertreterin von Service-Amtsleiterin Elisabeth Borcherding, Gabriele Schmidt. Sie ist stufenlos aufgestiegen zur Fachdienstleiterin für Rechnungswesen und Zahlungsverkehr im Fachbereich 1 (Personal und Finanzen). In Vertretung des erkrankten Kämmerers und Fachbereichsleiters Marcus Westphal hat Schmidt sogar schon Haushaltsangelegenheiten im Finanzausschuss vorgetragen. „Ansonsten haben die leitenden Posten Mitarbeiter übernommen, die auch bisher leitende Funktionen innehatten“, sagt Knigge.

Die Personalratsvorsitzende Erika Dittrich sieht die Umstrukturierung als Möglichkeit, Aufgaben in der Verwaltung wieder stärker als bislang auf mehrere Schultern zu verteilen. „Das war in der Vergangenheit bei einigen doch arg viel“, sagt sie. Grundsätzlich habe der Personalrat den Umbau mitgetragen – werde ihn aber auch in Zukunft kritisch begleiten.



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