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Kochdämpfe müssen raus

Umluft-Dunsthauben sind für Energiespar-Häuser ungeeignet

Die Frage stellt sich bei Dunstabzügen immer: Wie wird man die mit Fett angereicherten Kochdämpfe schnell wieder los?

Gute Luft in der Küche: Gerüche, Fett und Feuchtigkeit dürfen sich nicht ausbreiten.

Bei Energiesparhäusern wird dazu häufig ein Umluft-Verfahren empfohlen. Der Dampf aus dem Topf wird zunächst gefiltert und dann wieder zurück in den Wohnraum geleitet. So sollen Wärmeverluste durch Abluft vermieden werden. Doch die Ergebnisse dieses Verfahrens sind nach Einschätzung von Matthias Weibel, Inhaber von Weibel-Abluft-Tuning, mehr als nur unbefriedigend: „Herkömmliche Umlufttechnik ist laut, kalt und stinkt“, lautet das harte Urteil des Fachmanns. „Mit der Schädigung von Bausubstanz und Bewohnern wird darüber hinaus jedoch eindeutig eine Grenze überschritten. Das ist keine Bagatelle mehr und auch mit Preisdruck nicht zu rechtfertigen“, so Weibel. Dass Küchenlüftung wesentlich gesünder funktionieren kann, zeigt er mit einem eigens entwickelten speziellen Abluft-System, bei dem der Küchendunst samt allen Gerüchen schnell und effizient ins Freie geleitet wird und die bisherigen Wärmeverlust-Potenziale herkömmlicher Abluft-Dunsthauben um 96 Prozent reduziert werden.

Laut Weibel spricht eine ganze Reihe von Gründen gegen das Umluft-Verfahren: Die als Filter verwendete Aktivkohle kann gar nicht alle Gerüche binden. Zudem mindern die hohen Filterwiderstände die Erfassung der Kochdämpfe, sodass sich Gerüche, Fett und Feuchtigkeit ungehindert im Raum ausbreiten können. Wird nicht zusätzlich gründlich über das Fenster gelüftet, droht Schimmelgefahr. Und das Ausblasen der gefilterten Luft in den Innenraum vollzieht sich alles andere als geräuschlos. „Dunstabzugshauben mit Umluft erfordern zusätzliches gründliches Lüften. Dabei geht gerade im Winter natürlich jede Menge Wärme verloren“, so Weibel. Das von ihm entwickelte System beruht deswegen auf einem anderen Prinzip: Der Dampf, der beim Kochen entsteht, gelangt durch eine Öffnung in der Außenwand ungebremst direkt ins Freie. Damit durch diese Öffnung aber nicht ständig Wärme entweicht, ist sie von außen mit einem flachen Edelstahl-Kasten verschlossen, der über eine elektronisch gesteuerte Klappe verfügt. Ist der Dunstabzug in Betrieb, öffnet sich die Sperre, die Abluft kann entweichen. Ansonsten schließt die Klappe mithilfe hochwertiger Dichtungsmaterialien und einem ausgeklügelten Mehrkammersystem genauso gut wie ein Energiesparfenster: Wird nicht gekocht, geht auch keine Wärme aus dem Innenraum verloren – statistisch betrachtet sind das circa 23 Stunden pro Tag.

Der Weibel-Mauerkasten lässt sich in Neubauten und auch nachträglich mit jeder Dunsthaube kombinieren und sehr leicht installieren. Er wird an der Außenfassade mit Dübeln ans Ende des Lüftungsrohres gesetzt. Ein elektronisches Steuerteil sorgt dafür, dass die Klappe zur richtigen Zeit öffnet und schließt. Es kann sogar unterscheiden, ob das Gebläse in Betrieb oder nur das Licht eingeschaltet ist. Eine sehr effiziente, kostensparende Lösung also. Der Kasten aus gebürstetem Edelstahl sorgt übrigens nicht nur funktional für Zufriedenheit, er sieht auch gut aus. Er ist in allen RAL-Farben – und damit auch passend zur Fassade – erhältlich. Auf Wunsch werden Klappe und Gehäuse in verschiedenen Farben gefertigt.

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