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Bürgerinitiative Umgehungsstraße lässt sich auf den aktuellen Stand der Planung bringen

Umgehung: Im Juni werden Aufträge vergeben

Eimbeckhausen (vob). „Wir haben es geschafft“ – der Stolz und die Freude über den lang ersehnten Erfolg stand den Mitgliedern der Bürgerinitiative Umgehungsstraße Eimbeckhausen (B.U.S.) während ihrer Versammlung im Stuhlmuseum deutlich ins Gesicht geschrieben. Seit Dezember vergangenen Jahres wissen sie sicher: Das Geld für den Bau der Umgehungsstraße ist bewilligt.

Die Schaufeln bereit: Gabriele Lösekrug-Möller, Silvia Nieber, H

Am 8. Januar 1996 war die B.U.S. gegründet worden. „Anfangs dachte ich, wir brauchen wenn alles gut läuft vielleicht fünf Jahre, um unser Ziel zu erreichen“, blickte der Vorsitzende Horst Knigge zurück. Dass daraus 13 Jahre werden sollten, damit habe wirklich niemand gerechnet, so Knigge. Gerade in Anbetracht des langen Kampfes des Vereins für eine Umgehungsstraße um Einbeckhausen, die für weniger Verkehrsaufkommen und mehr Sicherheit sorgen soll, ist die Freude umso größer: Der lange Atem hat sich bezahlt gemacht.

Markus Brockmann, Leiter der Außenstelle Hameln der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und damit auch des anstehenden Bauprojekts, versicherte der versammelten Runde: „Im Juni werden die Aufträge für den Bau der ersten beiden Brücken vergeben.“ Zur Feier des Tages konnte die B.U.S einige besondere Gäste in ihren Reihen begrüßen. Bürgermeisterin Silvia Nieber überbrachte ihre Glückwünsche ebenso wie Dr. Wolfgang Schulze, Vizepräsident der Deutschen Verkehrswacht und Vorstandsvorsitzender der Landesverkehrswacht Niedersachsen.

Auch die Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller ließ es sich nicht nehmen, den beharrlichen Mitgliedern der Bürgerinitiative persönlich zu gratulieren: „Ich habe an das Verkehrsministerium geschrieben, damit wir einen symbolischen ersten Spatenstich bekommen“, verkündete sie.

Ortsbürgermeister Karl-Heinz Bodtmann, brachte – als hätte er es geahnt – gleich zwei fabrikneue Schaufeln als Geschenk mit. „Lasst uns das ganze hiermit besiegeln“, sagte er feierlich und drückte Horst Knigge eine der Schippen in die Hand.

Lösekrug-Möller appellierte daraufhin an die Runde: „Wenn wir heute hier auseinandergehen, sehen wir uns spätestens dann wieder, wenn die schwarzen Spaten zum Einsatz kommen.“

Was aus der Bürgerinitiative nach dem Erreichen des gemeinsamen Zieles wird, ist noch ungewiss. Schulze hatte bereits ein paar Anregungen im Gepäck. „Man könnte sich für Verkehrssicherheit einsetzten, Kurse anbieten – beispielsweise an den Schulen“, regte er an. Für Knigge jedoch sind dies alles noch ungelegte Eier. „Wir bleiben zusammen, bis die Sache richtig läuft“, stellte er klar. Danach könne man weitersehen.

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