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Umbau der Kirche St. Petri hat begonnen

FLEGESSEN. Ein Projekt, das im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont eine Zäsur bedeutet: Erstmals wird ein neues Gemeindehaus in ein altes Kirchengebäude integriert. Entsprechend groß ist das Interesse im Kirchenkreis an dem, was gestern in Flegessen auch nach außen sichtbar begonnen hat.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Der Umbau der Kirche St. Petri, die vor 127 Jahren geweiht wurde und für deren Bau im neuromanischen Stil auch Steine der Vorgängerkirche aus dem 9. Jahrhundert Verwendung fanden.

Gerhard Bartels, Vorsitzender des Kirchenvorstands, freute sich gestern sichtlich über den dann doch für viele Gemeindemitglieder überraschenden Start der Arbeiten. Für ihn steigt die Gemeinde nun in die zweite Stufe des Projektes ein – die erste Stufe bildeten die grundsätzliche Entscheidung für den Weg der Integration des Gemeindesaals in das Kirchenschiff und die umfangreichen Vorarbeiten von der Planung bis zur Finanzierung.

Kirchenkreis und Landeskirche unterstützen die Kirchengemeinde planerisch und finanziell, und Bartels macht deutlich, dass die Gemeinde für diese Unterstützung sehr dankbar sei. Auf rund 600 000 Euro beläuft sich die aktualisierte Baukostenschätzung. Umgesetzt wird der Entwurf des hannoverschen Architekturbüros Pax Brünning, der einen funktionalen Anbau an das Kirchengebäude vorsieht, der Büro, Sanitärräume und eine kleine Küche beherbergen soll. Über einen kurzen Glasgang wird der Neubau an das Kirchengebäude angeschlossen. Da die Außenhülle der Kirche nicht geöffnet werden darf, nutzen die Architekten eine bereits vorhandene Außentür, hinter der sich bislang die Heizungsanlage der Kirche verbarg. In direkter Linie führt sie unter die Empore, wo künftig – abgeteilt durch Glas und doch Teil der Kirche – der Gemeindesaal entstehen wird. 100 Quadratmeter groß darf der Gemeindehaus-Anteil sein, festgemacht wird diese Größe an der Zahl der Gemeindemitglieder. In Abstimmung mit Architekten und Handwerkern wurden viele Lösungen erarbeitet, die massive Eingriffe beispielsweise in die Wände der historischen Kirche verhindern sollen. Vorhandene ehemalige Heizungsschächte im Boden sollen beispielsweise Leitungen und Rohre aufnehmen.

In einem ersten Schritt wurde gestern die Furtwängler-Orgel so abgedichtet, dass sie bei den Arbeiten keinen Schaden nehmen kann. Im Außenbereich wurde mit schwerem Gerät eine Baustraße angelegt, Kirchenvorstandsmitglied Jürgen Brockmann transportierte den Aushub ab. Nachdem das Ergebnis einer Bodenprobe feststeht, soll dort die Bodenplatte für den Anbau gegossen werden. „Die Firmen hatten uns informiert, dass sie bei offenem Wetter früh anfangen wollten. Jetzt ging es doch schneller als erwartet“, sagt Bartels.



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