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20 000 feiern an zwei Tagen „Lindis“ galaktische Höhenflüge

Udos dreistündige „Odyssee“

Hannover. „Wir sind auf Odyssee, Odyssee und keiner weiß, wohin die Reise geht – Odyssee, Odyssee weil der Wahnsinn am Steuer steht“ – und der Wahnsinn hat einen Namen: Udo Lindenberg, der zu Beginn seiner dreistündigen Panikfahrt in einem kleinen Space-Elevator von der Hallendecke auf die Bühne schwebt. Dort wird er bereits von Lara-Croft-Doubles erwartet, die ihn zu seinen Musikern begleiten. Als Hintergrundkulisse dient ein riesiger „Rock ‘n‘ Roll“-Liner, der unter anderem Daniel Wirtz, Stefanie Heinzmann, Josephin Busch und Johannes Oerding an Bord hat.

Autor:

von lars andersen

„Lindi“ macht von Anfang „sein Ding“, rennt, nuschelt, tänzelt, und hüpft fit wie ein Turnschuh durch seine Mega-Show. Wie heißt es doch so schön in einem seiner neuen Songs?: „Einer muss den Job ja machen“. Den erledigt „Mr. Eierlikör“ wie immer mit Bravour – zudem kann er seit Jahren auf die wohl zurzeit besten Live-Mucker Deutschlands setzen. Allen voran Panikorchester-Mitbegründer und Bassist Steffi Stephan, der bereits seit 1971 für Udo den Viersaiter zupft. Dazu gesellen sich unter anderem noch Jean-Jacques Kravetz (Klavier), Bertram Engel (Schlagzeug), Hannes Bauer, Carl Carlton, Jörg Sander (Gitarren), Nippy Noya (Perkussion) sowie Hendrik Schaper (Keyboard).

Ein riesiges rotes „Cello“ wird von der Hallendecke heruntergelassen – Johannes Oerding singt mit Udo den gleichnamigen Song und wird euphorisch gefeiert. Auf der Bühne ein Kommen und Gehen: Josephin Busch – Hauptdarstellerin des Musicals „Hinterm Horizont“ performt mit dem Panikchef „Gegen die Strömung“, wenig später betritt Stefanie Heinzmann die Bühne und rockt zu „Ich brech‘ die Herzen der stolzesten Frau’n“.

Aber es gibt auch die leisen und nachdenklichen Momente: So wettert Lindenberg in „Wozu sind Kriege da“ gegen das Aufrüsten und den Krieg. Den Titel sang er bereits 1981 mit Pascal Kravetz, der diesmal am Klavier sitzt und zusammen mit dem Kinderchor „Kids on Stage“ das Lied interpretiert.

3 Bilder
Spektakulärer Drahtseilakt.

Zu „Bunte Republik Deutschland“ wird es im wahrsten Sinne des Wortes bunt, schrill und laut auf der Bühne. Ole Feddersen rappt, was das Zeug hält, Saxofonist „Noah“ Fischer lässt sein Instrument weinen, BooBoo überzeugt mit einem Gitarrensolo und Perkussionist Nippy Noya bearbeitet in Vollendung sein Schlagwerkzeug. Fast die komplette Panikfamilie gibt Vollgas – rennt singend über den Laufsteg – die TUI Arena im Udo-Vollrausch.

„Der Sonderzug“ fährt ein, auf der „Andrea Doria“ ist eh alles klar – ein Grund mehr, dass sich der mehrfache Echo-Preisträger bei „Candy Jane“ ein kurzes Bad in der Menge gönnt. Die dritte Halbzeit wird mit „Reeperbahn“ eingeläutet und Lindenberg schwärmt von Deutschlands geilster Meile. Mit „Woddy, Woddy Wodka“ geht’s zurück in die Galaxie, denn „Hinterm Horizont“ geht es ja bekanntlich weiter.

Udo, die „Coole Socke“, hat wieder grandios abgeliefert. Keine Panik, „der Greis ist auch mit 70 Jahren immer noch heiß“, kommt auf jeden Fall wieder. Uns würde es freuen.




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