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„Heute mache ich Hannover zur Hardrock-City“

Udo macht „sein Ding“ und 12 000 „Lindianer“ finden es gigantisch

Er macht halt „sein Ding“ – und das bereits seit mehr als 40 Jahren. „Lindi“ im Höhenflug, alle Konzerte seiner Tour sind ausverkauft – dafür wurde die „Nachtigall“ bereits im Vorfeld mit zahlreichen „Sold Out-Awards“ geehrt.

Er verspricht dem Publikum „eine Wundertüte“ und hielt Wort. Mit einer fast dreistündigen Giga-Show versetzt „Mr. Eierlikör“ seine Fangemeinde in ein Wechselbad der Gefühle – eine Inszenierung vom Feinsten – alles geht Schlag auf Schlag.

Udo landet – eine musikalische „Odyssee“ durch eine beispielhafte Karriere beginnt. Zwei süße Sängerinnen im Wildkatzen-Outfit empfangen Käpt’n Udo mit einem Küsschen und geleiten ihn auf die Bühne – Hollywood lässt grüßen.

„Der Trommler hinter mir rockte los wie ’n Verrückter und der Typ da am Bass wie ein vom Jenseits Geschickter“ – Udo erzählt die Geschichte vom „Boogie-Woogie-Mädchen“, das den Bands hinterher fährt und während der Show vom grauen Mäuschen zum Superstar avanciert. Übrigens der Mann am Bass heißt Steffi Stephan und ist Udos „Mann der ersten Stunde“, denn der 64-Jährige gründete 1971 das Panikorchester.

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Kommt er oder kommt er nicht? – Lindenberg kündigt „Cello“ an und alles schaut gespannt auf die Bühne. Ohne Clueso, aber in einer rockigen Version performt Udo die Neuauflage seines alten Hits. Eine Glaskugel mit einem weißen Cello senkt sich von der Bühnendecke, in der sich eine Artistin verbiegt.

„Nazis verpisst euch, keiner vermisst euch!“ – Udo stimmt „Sie brauchen keinen Führer“ an – auf einer riesigen Video-Leinwand erkennt man marschierende fahnenschwenkende Nazis.

Mit seinem „Marzipan-Mädchen“ Nathalie Dorra aus Lübeck singt der 65-Jährige „Was hat die Zeit aus uns gemacht“, begibt sich danach mit dem Panikorchester auf eine „Höllenfahrt“.

„Er brannte wie ein Feuerwerk, das glitzert und funkelt und knallt – zwischen Suff und Drogen ist er abgestürzt, er war erst 32 Jahre alt“ – auf der Videoleinwand erscheinen Namen von Rock-Stars wie Jim Morrison, Kurt Cobain und Brian Jones, die durch ihre Drogen- und Alkoholexzesse zu früh von uns gingen.

„Der Greis ist heiß“ – die Show noch heißer – „Lindi“ rockt, berührt, busselt – stellt aber auch im gleichen Atemzug das mordende Regime in Syrien an den Pranger, fragt: „Wozu sind Kriege da?“

Der Massen-Dompteur holt „Das Mädchen aus Ostberlin“, Josephin Busch, auf die Bühne, singt mit ihr „Hinterm Horizont“ – das gleichnamige Musical feierte bereits im Januar 2011 in Berlin Premiere.

Bei „Straßenfieber“ bebt die TUI Arena – das grandiose Panikorchester gibt Gas – an vorderster Front: Steffi Stephan (Bass) und Keyboarder Jean-Jacques Kravetz – beide seit 40 Jahren auf der Lohnliste des genialen Deutsch-Rockers.

Der „Sonderzug nach Pankow“ rollt ein – auf dem Riverboat „Andrea Doria“ ist ja seit 40 Jahren sowieso alles klar. Spektakulärer Showdown zum Ende des Konzerts: „Goodbye Sailor“ heißt es zum Schluss, als der Zeppelin den „Panik-Rocker“ wieder einsammelt – „Hinterm Horizont“ geht’s eben auch weiter.

Welcome to the Show – Udo Lindenberg heißt 12 000 Fans mit dem

„Vulkanier-Gruß“

willkommen.




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