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Arbeitsplätze, gute Lage, Interesse und Nachholbedarf: Die Ortschaft hofft auf "Wohlwollen"

U-3-Standort: "Gelldorf bekundet Interesse"

Gelldorf (rnk). Große Chancen rechnet sich der Ortsrat wohl nicht aus, aber ein Zeichen setzen wollte das Gremium vorgestern trotzdem: Bei der Frage, wo die Betreuung der U-3-Kinder innerhalb der Stadtgrenzen stattfinden soll, dürfte die Ortschaft Gelldorf nicht vergessen werden.

Hintergrund ist das wohlwollende Verhalten des Landes: Niedersachsen, so formulierte es Ortsbürgermeister Andreas Hofmann, "behandelt das Thema sehr positiv", auch wenn es bislang nur einen Entwurf gebe und niemand wisse, wann und wie viele Gelder fließen würden. Es sind die bislang in Aussicht gestellten Mittel, an denen sich die Fantasie der Politiker entzündet, nicht nur in Gelldorf. Denn bei einem Umbau wird jeder Platz für U-3-Kinder mit 5000 Euro bezuschusst, muss erweitert oder gar neu gebaut werden, gibt es - voraussichtlich - 13000 Euro. Die U-3-Betreuung sei eine Frage der Notwendigkeit und des Geldes: "Was kann man tun? Was kann man anbieten, aber auch: Wo ist der Bedarf am größten?" Zwar werde auf Stadtebene zurzeit nur über den Standort Krainhagen oder Räume in der Innenstadt diskutiert, doch Gelldorf dürfe dabei nicht vergessen werden: Hier befinde sich mit Bornemann ein großer Arbeitgeber, mithin sei der Ort daher auch für junge Familien attraktiv, zudem liege Gelldorf sehr zentral. Da die U-3-Kinder mit dem Auto gefahren würden, könne dies sogar ein Vorteil sein. Hofmann: "Es wäre daher an der Zeit, dass die Ortschaft Gelldorf ihr Interesse bekundet." Der Ortsbürgermeister zählte vier Argumente auf, die für Gelldorf sprechen würden: Bornemann-Arbeitsplätze, die gute Lage, das Interesse - und den Nachholbedarf gegenüber Kernstadt und anderen Ortschaften. Das sahen die weiteren Mitglieder des Gremiums genauso. Dirk Rodenbeck (Team Gelldorf) verwies auf den Anspruch der Ortschaft, durch die Bundesstraße "zentral" zu liegen, und warf die Frage auf, "wohin die Wege der Familien führen". Bernhard Gläser (SPD) gab zu bedenken, dass für Gelldorf ein U-3-Standort neu gebaut werden musste - was Rodenbeck später als möglichen Vorteil wertete, weil bei einem Neubau auch weniger Kompromisse eingegangen werden müssten -, wies aber daraufhin, dass aus Gelldorf in der Vergangenheit auch "viel abgeflossen" sei. Ähnlich äußerte sich Kirsten Battaglia (SPD): Gelldorf sei als erster Standort bei der U-3-Betreuung wohl nicht durchsetzbar, aber "wir können gucken, ob es mehrere Einrichtungen geben wird". Das sah Hofmann durchaus ähnlich, denn Gelldorf trete in der Standortfrage keineswegs als "Monopolist"auf, aber: "Wir haben hier die Interessen der Ortschaft zu vertreten." Am Schluss der Debatte gab es einen einmütigen Beschluss: In der zuständigen Arbeitsgruppe und im Stadtrat solle im Zuge der Diskussion das Gelldorfer Interesse "wohlwollend" mit einbezogen werden.



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