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Kassenwart Manfred Luft: „Das Licht am Ende des Tunnels ist noch nicht näher gekommen“

TuSpo entgeht nur knapp dem Bankrott

Bad Münder (st). Die TuSpo Bad Münder sei nur knapp dem finanziellen Aus entgangen. Diese erschreckende Nachricht verkündete Kassenwart Manfred Luft auf der Jahresversammlung des größten münderschen Sportvereins. Ansonsten blieb es nach den Querelen zwischen Hauptverein und Fußballabteilung Anfang des Jahres eine erstaunlich harmonische Versammlung.


Im vergangenen Jahr, so Kassenwart Luft, habe er den Mitgliedern mitgeteilt, er sehe Licht am Ende des Tunnels. Am Freitag im Vereinsheim sagte er: „Das Licht am Ende des Tunnels ist noch nicht nähergekommen.“ Ein Minus für das Jahr 2008, Kredite in Höhe von mehreren hunderttausend Euro, die nur langsam getilgt würden, und die schwierige Führung des Vereinsheimes in Eigenregie – finanziell stehe es um die TuSpo alles andere als gut.

Den Bankrott hätte es bedeutet, wenn der Verein in 2008 Steuernachforderungen in Höhe von rund 25 000 Euro tatsächlich hätte zahlen müssen. Diese waren vom Finanzamt für die Jahre 2003 bis 2005 gefordert worden – für einen hauptamtlichen Übungsleiter, der bei weiteren Vereinen tätig war, jedoch nur bei der TuSpo geführt wurde. Kassenwart Manfred Luft und Stellvertreterin Inge Prohaska haben sich intensiv für die Abwendung der Forderung eingesetzt und am Ende Erfolg gehabt. Nach den Zahlungen bis 2005 wären im Falle eines Falles weitere 25 000 Euro für den Zeitraum von 2005 bis 2009 fällig gewesen.

Kassenprüfer Ulf Pöhler bedankte sich ebenso wie Vorsitzender Dieter Reckler für die Arbeit von Luft und Prohaska, die den Verein vor dem Ruin gerettet hätten. Pöhler machte anschließend deutlich, was ihm und seinen Kollegen bei der Prüfung der Kasse aufgefallen sei. Beanstandungen der Kassenführung habe es nicht gegeben.

Laut Pöhler wäre das größte Problem die rückläufigen Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen. Zudem würden davon oft nur 30 Prozent in den Abteilungen ankommen. Der Hauptvorstand könne die Abteilungen nicht so bedienen, wie es nötig wäre.

Besonders bei der Führung des Vereinsheims – auch hier war im vergangenen Jahr ein Minus erwirtschaftet worden – müsse der Vorstand auf ein positives Ergebnis hinarbeiten.

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