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TuS Südhorsten ist 100 Jahre alt / Festkommers und Jubiläumsfeier mit Tanzmusik am Sonnabend, 26. April

Turnen in der Kneipe - Kugelstoßen auf der Straße

Südhorsten (mw). Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Turn- und Sportvereins Südhorsten von 1908 blickt der Vorstand auf die bewegte Historie des Vereins zurück. Den besonderen Geburtstag feiert der Verein am kommenden Sonnabend, 26. April, mit einem Festkommers plus Jubiläumsfeier im Sportpark Südhorsten.

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Mit zum Jahresanfang 178 Mitgliedern, davon 48 weibliche, ist der Turn- und Sportverein (TuS) Südhorsten von 1908 laut dessen Vorsitzendem Matthias Wallbaum zwar ein "relativ kleiner Verein", der aber wirtschaftlich "auf gesunden Füßen" stehe. Das Sportangebot beschränke sich seit vielen Jahren auf die Sparten Fußball und Tennis. Von der Spielstärke her rangieren die Mannschaften derzeit zwar lediglich in der Kreisklasse, "dem Engagement" habe dies bislang jedoch "keinen Abbruch getan", ergänzt der Stellvertretende Vorsitzende Manfred Kesselring schmunzelnd. "Der Verein hat sichüber Generationen hinweg, trotz teilweise stürmischer Abschnitte im politischen wie im gesellschaftlichen Bereich, seine eigene und unverwechselbare Identität bewahrt", stellt Wallbaum in der Jubiläumsschrift zum 100. Geburtstag fest. Dieser ist auch die Historie des TuS Südhorsten zu entnehmen: Demnach wurde der Verein von 20 jungen Leuten im Februar 1908 "aus der Taufe" gehoben, wobei - den Erzählungen nach - in den ersten Jahren der turnerische Wettkampf im Vordergrund gestanden haben soll. Während des Ersten Weltkrieges kam die Vereinsarbeit jedoch zum Erliegen, da fast alle jungen Sportler zum Militärdienst einberufen wurden, wurde anschließend aber fortgesetzt. "In den ersten zwanziger Jahren entwickelte sich im Saale der Gastwirtschaft ?Zum rauschenden Bach' ein eifriger Turnbetrieb", so die Erinnerungen eines der Zeitzeugen. Geübt wurde an Reck, Barren, Pferd und Ringen. Wettkämpfe mit volkstümlichen Übungen wurden zudem auf einer Weide hinter einem Bauernhof abgehalten. Etwas später - die Leichtathletik hatte Einzug gehalten - wurde etwa auf der Dorfstraße Kugelstoßen und auf den Feldwegen 100, 200 und 400 Meter-Läufe trainiert. Der Zweite Weltkrieg brachte ebenfalls eine "Zwangspause", Ende 1945 ging es dann aber mit Handball weiter. Ab 1953 stand der Verein durch die Aufgabe der Handballsparte kurz vor der Auflösung, bis 1959 der Fußball zu einer Wiederbelebung führte. 1961 errichtete der Verein eine Holzbaracke am zwischenzeitlich angelegten Sportplatz, die "jahrelang" als Umkleidekabine diente. Später kaufte die Gemeinde das Gelände und erbaute ein Sportheim mit Übungsraum, Umkleidekabinen und sanitären Anlagen. Im Jahr 1980 wurde schließlich die Tennissparte gegründet und ein Jahr später zwei Tennisplätze erstellt. Vier Jahre danach erhielt der Sportplatz eine Flutlichtanlage. 1988 war der Verein auf 251 Mitglieder, davon 78 weibliche, angewachsen. Im Jahr 1990 kam ein weiterer Tennisplatz hinzu. Eine Boulebahn wurde 2005 eingeweiht. Das Jubiläum feiert der Verein am Sonnabend im Sportpark Südhorsten, so Wallbaum. Dem Festkommers um 16 Uhr folgt ab 20 Uhr die für jeden offene Jubiläumsfeier mit Tanzmusik.



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