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Gespräch zwischen Organisatoren und Polizei

"Tuningfeuer" soll im Sommer brennen

Sülbeck (mw). Aufgrund eines Polizeieinsatzes ist ein auf dem ehemaligen Mania-Gelände in Sülbeck geplantes Osterfeuer abgesagt worden. Jetzt haben die Organisatoren - die "Tuning freunde" - und der zuständige Polizeichef ein Gespräch zu den Vorkommnissen geführt.

Als "ganz harmonisch" bezeichnet Jörg Oppermann, einer der "Tuningfreunde", den Verlauf eines Treffens mit dem Leiter der Bückeburger Polizei, Werner Steding. Man habe "ein Gespräch geführt, in dem viele Missverständnisse ausgeräumt werden konnten", berichtet Steding. Anlass für diese Zusammenkunft war eine Polizeikontrolle vom Karfreitag, wegen der die Hobbyschrauber ihr alljährliches Osterfeuer am Ostersonnabend kurzfristig abgesagt hatten. Oppermann hatte danach von "erdrückenden Androhungen" gesprochen, die ein Polizeibeamter wegen dieser Feier gemacht haben soll. Steding hatte die Kontrolle dagegen im Kern als in Ordnung bewertet, das Ergebnis aber als unbefriedigend empfunden (wir berichteten). Steding sei es hauptsächlich um ein eventuelles Osterfeuer im kommenden Jahr gegangen, erzählt Oppermann. So habe dieser angekündigt, dass dem zuständigen Ordnungsamt von der Polizei angeraten werde, die Erteilung einer Schankgenehmigung anlässlich eines "Tuningfeuers" zukünftig an Auflagen wie etwa das Vorhandensein eines Sicherheitsdienstes zu knüpfen. Laut Steding ist solch eine polizeiliche Empfehlung durchausüblich. Zudem sei ein Ordnerdienst angesichts bisheriger Vorkommnisse bei früheren Osterfeuern auf dem Gelände sinnvoll, um einen störungsfreien Verlauf solcher Veranstaltungen zu gewährleisten. Auch auf das Hausrecht der Organisatoren einer Feier habe er die Tuningfreunde hingewiesen. Insofern verstehe er das "Gespräch eher als behördliche Beratung und Moderation". Steding gab zu, dass er von einem seiner Mitarbeiter erfahren hat, dass am Karfreitag zwar der Begriff des "Immissionsschutzes" gefallen ist, dies aber nicht im Sinne einer zu beachtenden Vorschrift gemeint gewesen sei. Ob es im nächsten Jahr ein "Tuningfeuer" geben wird, steht laut Oppermann noch "in den Sternen". Es sei zu klären, ob ein eventuell geforderter Ordnerdienst finanziell tragbar wäre, da die "Tuning feuer" ohne kommerzielle Interessen ausgerichtet werden. Rund 400 Euro habe man wegen der abgesagten Feier beigelegt. Zunächst steht jedoch die Entsorgung des noch vorhandenen Osterfeuerhaufens an. Nach Auskunft von Oppermann ist angedacht, eine Sondergenehmigung einzuholen, um das Gartenschnittgut im Sommer abzubrennen - vielleicht in Verbindung mit einer Feier.



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