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Badewonne nimmt Kursgeschäft langsam wieder auf / Schulelternrat mischt sich ein

Trotz unsicherer Zukunft

Nordsehl. „Die Krise ist noch nicht überwunden.“ Dennoch sieht Rolf Wöbbeking, Vorsitzender des Fördervereins Badewonne, Licht am Ende des Tunnels. Die vergangenen zwei Monate waren für das Nordsehler Hallenbad „ein totes Geschäft“, sagt er. Jetzt will der Verein, wie berichtet, das Kursgeschäft langsam wieder aufbauen – „peu à peu“. Eine Garantie über den langfristigen Fortbestand des Badebetriebs kann Wöbbeking den Kursteilnehmern aber auch jetzt nicht geben. Mit der Wiederaufnahme der Kurse möchten die Betreiber einfach ein deutliches, positives Signal geben: Der Förderverein will nicht aufhören. „Ich kann mir keine Schließung mehr vorstellen“, meint Wöbbeking. Das Bad sei alternativlos.

Autor:

Kirsten Elschner

Zu einem Kurs-Stopp war es gekommen, weil durch die offene Zukunft des Bades keine Planungssicherheit für den Kursbetrieb gewährleistete werden konnte. Jetzt ist der erste Kurs bereits wieder angelaufen, und in den kommenden Wochen soll das Angebot Schritt für Schritt wieder gesteigert werden. Bis Ende März/Anfang April, hofft Wöbbeking, „sind wir wieder an Bord“.

Dennoch ist sich Wöbbeking bewusst, dass die Krise noch nicht vorbei ist. Er habe Vertrauen in das Bürgerbegehren, würde aber auch den jüngsten Vorschlag von Samtgemeindebürgermeister Marc Busse begrüßen. Dieser sieht vor, die Betriebsführung und damit das wirtschaftliche Eigentum vollständig an den Förderverein abzugeben (wir berichteten). Die Samtgemeinde würde dabei einen gedeckelten Zuschuss von jährlich 70 000 Euro zahlen.

Derweil macht auch der Schulelternrat der Wilhelm-Busch-Grundschule Druck. In einem Schreiben an die Mitglieder des Samtgemeinderates betonen die Elternvertreter, wie wichtig ihnen der Erhalt des Bades sei. Vorerst hat die Schule ihren Schwimmunterricht aufgrund der ungewissen Zukunft nach Stadthagen verlagert. In dem Brief gehen die Verfasser auf „ideale Voraussetzungen zum Schwimmenlernen“, „finanziell attraktive Schwimmbadbesuche für die ganze Familie“ und die „kurzen Anfahrtswege“ für die Schulen ein. Es gebe Angebote für alle Generationen von Schwangerschaftsgymnastik über Kindergeburtstage bis zum Seniorenschwimmen. Zudem halte man es „für sehr wichtig, unseren Kindern nicht nur Schulden in den öffentlichen Haushalten zu hinterlassen, sondern ihnen mit Projekten wie der Badewonne zu zeigen, dass mit den Schulden auch etwas Dauerhaftes für das Gemeinwohl und die Gesundheitsvorsorge geschaffen wurde“.




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