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Antrag auf Boule-Platz erneut abgelehnt

Trotz Schlappe: Boule-Meister geben nicht auf

Rodenberg (bab). Der Boulesportverein Rodenberg (BSV) hat zwar sportlich Erfolg, aber erneut eine Schlappe bei der Stadt erlitten. Der Verwaltungsausschuss des Rates hat auch den letzten Antrag des Vereins auf eine Boule-Bahn abgelehnt. Der BSV will deshalb ab 2009 keine Beiträge mehr erheben. Der Vorstand hat in einem Pressegespräch erneut Vorwürfe gehen Politik und Verwaltung erhoben.

"Man muss sich fragen, ob irgendwelche Leute hier irgendwelche persönlichen Interessen haben. Das geht nicht mit rechten Dingen zu", meint Jens Fischer vom BSV zu der Ablehnung der Stadt, dem Verein einen Platz für eine Boule-Anlage zur Verfügung zu stellen. Auch nach Meinung von BSV-Vorsitzender Ulrike Meyer und ihrem Stellvertreter Martin Bühre steckt böse Absicht hinter den ständigen Absagen. Namentlich unterstellen sie Stadtdirektor und Kämmerer Uwe Heilmann, dass er die Schlüsselrolle bei der Behandlung des BSV spiele. Andere Boule-Vereine wie Algesdorf und Lauenau unterstütze dieser massiv, während der BSV in Rodenberg kein Bein an die Erde kriege. "Heilmann passt meine Nase nicht", nennt Fischer einen möglichen Grund, weil er 2004 gegen den TSV Algesdorf vorgegangen sei. Fußballer hatten damals auf einer Wiese direkt vor seinem Haus gespielt, was Fischer sich nicht gefallen lies. Zudem soll der Stadtdirektor in Vier-Augen-Gesprächen mit Meyer und Bühre gesagt haben, er werde mit allen Mittelnzu verhindern wissen, dass der BSV eine Boule-Bahn bekommt. "Das ist völliger Unfug und gar nicht mein Stil", sagt Heilmann. "Wenn ich das meinen würde, würde ich das schon öffentlich erklären." Die Verwaltung habe genug andere Aufgaben und keine Zeit, sich in dieses Thema hineinzuhängen. "Ich habe bestimmt etwas anderes vor, als mich damit zu beschäftigen", sagt Heilmann. Für ihn ist das Verhalten der Mitglieder des Boule-Vereins der Grund, aus dem die Politiker inzwischen keine Sympathien mehr für den BSV hegen. Mit seinen Angriffen auf die Ratsherren in den Gremien habe Bühre auch das letzte Wohlwollen verspielt. Fischer denkt jedoch, dass die Ratsherren "Angst haben" gegen die Verwaltung zu stimmen, "weil der Kämmerer ihnen dann den Geldhahn abdreht". "Die Politiker erwecken den Eindruck, dass die Bürger sich aktiv beteiligen sollen, aber wehe, man tut es." Der Boule-Verein sei völlig unvoreingenommen und idealistisch an die Sache herangegangen, erklärt Bühre und "nach eineinhalb Jahren stehen wir da und sehen, das geht nicht". Die Vorstandsmitglieder des BSV haben inzwischen aufgegeben, daran zu glauben, dass ihnen die gleiche Unterstützung von der Stadt zukommt wie allen anderen Vereinen. Kapitulieren will der BSV deshalb nicht. "Im Moment sind uns nur die Ideen ausgegangen", sagt Bühre. Der Verein, der 30 Mitglieder zählt und den ersten und dritten Platz bei der Samtgemeindemeisterschaft geholt hat, will ab 2009 keine Beiträge mehr erheben, weil er seinen Mitgliedern keine Spielstätte bieten kann. "Das soll aber nicht bedeuten, dass wir unsere Aktivität einstellen", gibt sich Fischer trotz der frustrierenden Erfahrungen kämpferisch. Er macht keinen Hehl daraus, wie er auf die Rodenberger Entscheidungsträger reagieren will: "Wir lassen uns von solchen rückgratlosen Leuten nicht durch die Manege ziehen."




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