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Stadtwerke beteiligen sich finanziell am Rechtsgutachten gegen Salzeinleitung / Heute Thema in WDR-Sendung

"Trinkwasser könnte bis zu 20 Prozent teurer werden"

Rinteln (crs). Die Stadtwerke Rinteln beteiligen sich an den Kosten eines Rechtsgutachtens gegen die Einleitung von Salzlauge in die Werra. Das hat der Aufsichtsrat auf Vorschlag von Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz ebenso einmütig beschlossen wie die finanzielle Obergrenze: Maximal 2000 Euro Kosten kommen auf die Stadtwerke zu.

Vor der Kamera: Stadtwerke-Chef Jürgen Peterson (v.r.) und Bürge

Unter der Federführung der hessischen Kleinstadt Witzenhausen haben sich bislang 15 Anrainer-Kommunen von Werra und Weser zu einer Solidargemeinschaft zusammengeschlossen, um rechtliche Möglichkeiten gegen die Einleitung salzhaltiger Abwässer durch die Kali + Salz GmbH in Werra und Weser zu prüfen. 15 Kommunen- und eben die Stadtwerke Rinteln. Denn eine erhöhte Salzfracht in der Weser könnte sich negativ auf die Trinkwasserqualität auswirken, begründet Geschäftsführer Jürgen Peterson den Vorstoß: Bei Hochwasser sickert das über die Ufer getretene Salzwasser ins Grundwasser ein. "Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, alle Möglichkeiten gegen eine zusätzliche Belastung der Flüsse auszuschöpfen und damit Beeinträchtigungen der Trinkwasserschutzgebiete auszuschließen", so Peterson. Mit dem Gutachten beauftragt ist der Kölner Rechtsanwalt Prof. Dr. Rüdiger Breuer, spezialisiert auf Wasserrecht. Er soll bis Ende August die Chancen einer Klage gegen die vorliegenden Genehmigungen zur Einleitung in die Werra prüfen. Die wasserrechtliche Genehmigung des Regierungspräsidenten Kassel ist ein Grund dafür, dass die K + S GmbH bereits jetzt per Lkw Salzlauge in die Werra transportiert - noch bevorüber den Bau der umstrittenen Pipeline überhaupt entschieden ist. Heute Abend befasst sich auch die WDR-Sendung "Lokalzeit OWL aktuell" mit dem Kampf gegen die erhöhte Salzfracht in der Weser und möglichen Folgekosten für den Bürger. Vor der Kamera erläutert Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz Auswirkungen auf den Trinkwasserpreis: "Sollte eine Aufbereitung notwendig werden, ist es nicht ausgeschlossen, dass die Gebühren um 10 bis 20 Cent pro Kubikmetersteigen" - das wären runde 15 bis 20 Prozent mehr. Die Sendung beginnt heute um 19.30 Uhr, zu empfangen via DVB-S (digitaler Satellit) oder DVB-T.

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