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Traumtag im Berggarten

SPRINGE. Die Wandergruppe des Springer Landfrauenvereins besuchte den Berggarten in Hannover.

Dr. Alexander Mudroch erwartete sie zu einer naturkundlichen Führung. Der Berggarten als einer der ältesten botanischen Gärten Deutschlands wurde als Anzucht- und Küchengarten angelegt. Seit 1840 veränderte er sich als Landschaftsgarten mit exotischen Bäumen. Der Rundgang begann am Bibliothekspavillon: Von Georg Ludwig Friedrich Laves als Gartenmeisterwohnhaus erbaut, beherbergt es heute die Gartenverwaltung. Die vierreihige Lindenallee auf der Hauptachse zwischen Großem Garten, Schloss Herrenhausen und Mausoleum wurde 1727 angelegt. Um die Sichtachse frei zu halten , wurden die Linden regelmäßig gekappt. Nach fast 300 Jahren waren die alten Bäume nicht mehr standsicher. Eine Erneuerung der Allee wurde jedoch zugunsten des Artenschutzes gestoppt: Der Juchtenkäfer, auch Eremit genannt, bewohnt die alten Linden, die jetzt gestützt werden. Im Staudengrund sind viele alte Bäume zu sehen, darunter die mit über 220 Jahren älteste Gurkenmagnolie Deutschlands und die mächtige Süntelbuche – eine Mutation der Rotbuche. 1880 gepflanzt beträgt der Umfang des Hauptstammes 2,80 Meter. Ein Bachlauf und mehrere Teiche schaffen Lebensbereiche für Wildstauden. Der Staudengrund ist einer der ältesten Anlagen Europas, in dem naturnahe Stauden gezeigt werden. Das Mausoleum – auch ein Lavesbau – wird umrahmt von mächtigen, über 150 Jahre alten Stieleichen. Hofbaumeister Wendland gelang es, die 36 Stieleichen aus 10 km Entfernung nach Herrenhausen zu bringen. Die 13 bis 15 Meter hohen Bäume kamen auf einer Kutsche, gezogen von 16 Pferden, nach Herrenhausen. Der Rundgang endet im Paradies: ein Farbenrausch von japanischen Azaleen und Rhododendren. Wer Lust hat, an Veranstaltungen der Springer Landfrauen teilzunehmen, findet nähere Informationen auf der Homepage www.kreislandfrauen-Springe.de.




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