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Die Leidenschaft ist neu entfacht

Traumauto, jetzt bitte!

Immer mehr Menschen entdecken ihre Leidenschaft für altes Blech. Allein im Jahr 2014 ist der Bestand an Fahrzeugen mit H-Kennzeichen um mehr als 11 Prozent gewachsen: 310 694 Pkw mit der steuerbegünstigten Oldtimer-Zulassung, die den Klassiker als „schützenswertes Kulturgut“ ausweisen, sind ein Rekordwert.

Es muss ja nicht gleich ein Jaguar sein… Foto: Dekra

Ist ein passendes Modell gefunden, sollte man einen neutralen Dritten zum Erstkontakt mit dem Traumauto mitnehmen, um den Rosa-Brille-Effekt zu vermeiden. Bei ernsthaftem Interesse mit Kaufabsicht sollte ein Kfz-Fachmann hinzugezogen werden. Ist keiner greifbar, hat man verschiedene Möglichkeiten: Manche Oldtimer-Zeitschriften, zum Beispiel Europas größte „Oldtimer Markt“, benennen in detaillierten Kaufberatungen kritische Stellen, mit deren Hilfe auch ein Nicht-Profi einen grundsätzlichen Überblick über Schwachstellen bekommt.

Wer auf Nummer Sicher gehen will, lässt einen Sachverständigen das Auto anschauen. Je nach Grad der Genauigkeit ist das unterschiedlich teuer. Los geht es meistens bei um die 150 Euro. Viele Sachverständige bieten individuell vereinbare Leistungen an. Man findet sie zum Beispiel über bekannte Markbewertungs-Organisationen wie Classic Analytics oder Classic Data oder fährt das Auto bei der Probefahrt bei einer der TÜV-, Dekra- oder KÜS-Niederlassungen vor.

Grundsätzlich gilt: „Das bessere Auto ist immer der bessere Kauf“, sagt Peter Steinfurth, Chefredakteur der Zeitschrift „Oldtimer Markt“. Denn einen Oldtimer mit der Zustandsnote drei in eine Note zwei zu verwandeln würde viel mehr Geld kosten als ein fertiger „Zweier“. Allerdings sind „Zustand zwei“-Oldtimer – per Definition ein sehr gutes, mängelfreies Fahrzeug im original erhaltenen oder im aufwendig restaurierten Zustand – nicht nur seltener und teurer, sondern vielen auch zu schade zum Fahren. Das jedoch ist die falsche Konsequenz, denn: Autos wollen gefahren werden. Auch Oldtimer. SP-X

Die 15 beliebtesten Oldtimer in Deutschland sind (Zulassungen, Stzand 1.1.2016, Quelle KBA/VDA):

1. VW Käfer: 30.676

2. Mercedes-Benz W 123: 15.523

3. Mercedes-Benz SL R 107: 10.296

4. Porsche 911/912: 8.967

5. Mercedes-Benz „/8“: 6.957

6. Volkswagen „Bulli“: 6.019

7. Mercedes-Benz „Heckflosse“: 5.183

8. Mercedes-Benz „Pagode“: 4.680

9. Opel Kadett: 3.994

10. Volkswagen Golf: 3.344

11. Mercedes Benz W 116: 3.315

12. Mercedes Benz W 108/109: 3.242

13. Opel Rekord/Olympia: 3.185

14. BMW Baureihe 02: 2.860 15. Alfa Romeo Spider: 2.640

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