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Expansion in Stadthagen ist zu teuer

Transportfirma Molthahn geht nach Nienstädt

Stadthagen (jl). Die Stadt Stadthagen wird zum Jahresende 70 Arbeitsplätze und einen Gewerbesteuerzahler verlieren: die Transport- und Logistikfirma Molthahn in Enzen. Trotz intensivster Bemühungen der Stadt hat die Firma sich entschieden, ihren Betrieb im Nienstädter Gewerbegebiet am Schnatwinkel zu konzentrieren.

Die Geschäftsführer und Inhaber des Stadthäger Traditionsunternehmens, Matthias und Günter Molthahn, operieren mit ihrem 70-Mann-Unternehmen seit Jahren auf zwei Standbeinen -in Enzen und in Nienstädt. Um alles endlich unter ein Dach zu bekommen sind Molthahns vor rund zwei Jahren an die Stadt herangetreten. Die Lösung sollte seinerzeit die Ausdehnung des Enzer Betriebsgeländes gen Süden sein. Dafür haben im vergangenen Jahr die Ratsgremien die nötigen Beschlüsse gefasst, dafür hat die Stadtverwaltung sich nach eigenen Angaben und der Einschätzung von Matthias Molthahn kräftig ins Zeug gelegt, "weil es wichtig für die Wirtschaftsförderung war", wie Bauamtsleiter Manfred Fellmann undder städtische Pressesprecher Fritz Wehling im Pressegespräch betonten. Die Planung sei nicht einfach gewesen, da Hochwasserschutz sowie Landschaftsschutz in erhöhtem Maße hätten berücksichtigt werden müssen. Die Umsetzung der Planung, die Ende vergangenen Jahres laut Fellmann "entscheidungsreif" gewesen sei, war für Molthahns aber vor allem aus wirtschaftlichen Gründen zu unwägbar geworden. "Wir hätten das Gelände nur befestigen, aber keine Bauten errichten können", erklärte Molthahn. Deshalb wurde die Stadt von dem Unternehmen um Alternativen gebeten. Diese sind auch unterbreitet worden, zum Beispiel in Form eines Gewerbegrundstücks an der Industriestraße. Aber: "Das ist noch Ackerland. Wir hätten es befestigen und erschließen müssen", lautete und lautet Molthahns Bewertung. Die Logistiker sind dann an ihrem Zweitstandort Nienstädt fündig geworden, gewissermaßen bei einem Nachbarn. Mit dem Unternehmer haben sie eines ihrer beiden dortigen Grundstücke durch ein ausreichend großes, befestigtes Areal mit Zapfsäule getauscht. Diese "Infrastruktur passt wie die Faust aufs Auge", betonte der Geschäftsführer. Auf dem Grundstück investieren die Logistiker jetzt rund eine Million Euro in einen großen Neubau, um endlich Verwaltung, Werkstatt, Waschanlage und ausreichend Stellplätze für die 30 Lastzüge unter einen Hut zu bekommen. Zum aus seiner Sicht unvermeidlichen Umzug nach Nienstädt merkte Molthahn zwei Dinge an: "Es ist nun leider so" und gleich mehrfach: "Die Stadt Stadthagen hat uns ganz toll unterstützt."




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