weather-image
12°
Rettungshundestaffel Weserbergland will Angebot um „Mantrailing“ erweitern

Training für die Supernasen auf vier Beinen

Bad Münder (jhr). Immer der Nase nach – und nur der Nase. Die Rettungshundestaffel Weserbergland mit Sitz Bad Münder will ihr Angebot um einen neuen Bereich erweitern, zukünftig soll auch „Mantrailing“ angeboten werden.

Training in der Stadt: Mareike Stolpmann lässt ihre Hündin den Geruch des Gesuchten aufnehmen.

Diese in den USA verbreitete Form der Fährtensuche mit einem speziell ausgebildeten Hund unterscheidet sich deutlich von der bisher bei der Rettungshundestaffel praktizierten Suche. Die Hunde der Rettungsstaffel sind geschult, Menschen in einem bestimmten Gebiet – beispielsweise einem Waldstück oder in Trümmern eines Hauses – ausfindig zu machen. Allerdings unterscheiden die Rettungshunde dabei nicht nach Personen. Anders die für das „Mantrailing“ ausgebildeten Hunde: Sie lernen, dem Geruch einer einzelnen Person zu folgen, und zwar unabhängig vom Umfeld. So können „Mantrailing“-Hunde die Fährte selbst auf dem Pflaster einer Stadt oder in wechselndem Gelände verfolgen, letztlich sogar die gesuchte Person in einer Gruppe finden, indem sie sich auf ihre Nase verlassen.

Dabei kommt den Hunden zugute, dass Menschen permanent individuell zuzuordnende Hautschüppchen und andere Mikrospuren absondern, die die Tiere mit ihren feinen Nasen finden und auch unterscheiden können. „Dabei kommt es häufig vor, dass die eigentliche Spur neben dem Weg liegt, den der Mensch genommen hat, weil Wind und Bewegung die Spuren fortgetragen haben“, sagt Mareike Stolpmann, die das Training der Rettungshundestaffel in Bad Münder leiten wird. Aufgabe des Hundeführers sei es, die Signale des Hundes richtig zu deuten, dem Tier Freiraum zu lassen und es dennoch in der Spurensuche zu unterstützen.

Stolpmann kam zum „Mantrailing“, weil ihre junge Beagle-Hündin „Flanna“ beschäftigt werden wollte. „Das ist ein Jagdhund, doch ich bin keine Jägerin. Also musste etwas her, was den Hund fordert“, sagt die Trainerin. Grundsätzlich sei jeder Hund für das „Mantrailing“ geeignet, der den Willen hat, Personen zu finden. „Das merkt man recht schnell, ob ein Hund dazu eingesetzt werden kann oder nicht“, erklärt Stolpmann. Schwerer haben es Hunde mit platten Schnauzen wie Boxer oder Möpse, weil sie weniger ausgeprägte Nasenräume haben.

Stolpmann hofft – wie auch der Vorsitzende der Rettungshundestaffel Rüdiger Lohmann – auf zahlreiche Interessierte mit ihren Hunden, macht aber auch deutlich, dass nicht mit einem zu schnellen Erfolg gerechnet werden darf: „Bis ein Hund prüfungsreif ist vergehen sicher eineinhalb bis zwei Jahre – und das bei intensivem Training.“

Ein erstes „Schnuppertreffen“ veranstaltet die Rettungshundestaffel am Sonnabend, 29. Januar, um 14 Uhr auf dem Vereinsgelände an der Süntelstraße. Weitere Infos bei Mareike Stolpmann (05151/8228652) und Rüdiger Lohmann (05042/

4997).



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt