weather-image
28°

„Tone Fish“ begeistert mit grünem Programm

FLEGESSEN. Fans irischer Musik gibt es in Flegessen und Umgebung offenbar viele – und damit auch begeisterte Zuhörer der Band „Tone Fish“ aus Hameln. Die Straßen vor dem Hofcafé in Flegessen waren zugeparkt, in der Scheune drängten sich die Konzertgäste.

Irisch unterhaltsam: Die Hamelner Band „Tone Fish“ im Hofcafé in Flegessen. Von links: Stefan Gliwitzki, Jonas Peters, Bianca Kaup, Jochen Siepmann und Michaela Jeretzky. Foto: Honig

Autor

Gerhard Honig Reporter

Eine sichtlich hocherfreute Astrid Werner sagte bei ihrer Begrüßung: „Die Bude ist proppevoll, was will man mehr.“ Die Inhaberin gab damit die Bühne frei für die fünf Akteure, die von den Besuchern sogleich stürmisch empfangen wurden. Dabei wurde offenbar: viele kennen „Tone Fish“ von früheren Auftritten und freuten sich über das Wiedersehen. Frontmann Stefan Gliwitzki (Gesang, Gitarre, Bouzouki) stellte denn auch angesichts der dicht an dicht stehenden Fans fest, bevor der erste Titel „Master McGrath“ erklang, „dass jetzt aber keiner mehr hier rein passt“.

Michaela Jeretzky (Gesang, Flöten), Bianca Kaup (Akkordeon und Flöten) und Jochen Siepmann am Schlagzeug wurden unterstützt vom Bassisten Jonas Peters. Alles war perfekt einstudiert, einfühlsam abgemischt und für die zwölf Titel des ersten Konzertteils wurde die Band jeweils mit stürmischem Beifall belohnt. Gliwitzki konnte es sich aber während seiner launigen Anmoderation der einzelnen Titel nicht verkneifen zu erwähnen, dass der sprichwörtliche „Applaus als Lohn des Künstlers“ nicht viel wert sei, wenn „man damit auf der Tankstelle erscheinen würde, um seine Spritrechnung zu begleichen“.

Titel wie „Sail away to the Sea“, „Black Velvet“, „Sailing to Philadelphia“ oder die Ballade der beiden ungleichen Schwestern „Cruel Sister“ moderierte Gliwitzki geschickt ein. Die virtuos gespielte Bouzouki sowie die Flöten mit ihren melancholischen Klängen machten den Zugang zur irischen Seele der Stücke leicht.

All diese Ohrwürmer und viel zweistimmiger Gesang, gekonnte Körpersprache und der Wechsel der Instrumente machten es wohl aus, dass dieser der Grünen Insel gewidmete Abend nicht der letzte gewesen sein dürfte, den die Besucher des Hofcafés in Flegessen gesehen haben werden.

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare