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Flugmodell-Club Condor Bückeburg lädt zum Jubiläumsfliegen / Anfänge auf einer Buschwiese

Tollkühne Kunstflüge, realistischer Schlepp

Meinsen (bus). Der Flugmodell-Club Condor Bückeburg (FMC) veranstaltet am Sonntag, 19. August, ein großes Jubiläumsfliegen. Zusagen für die aus Anlass des 25-jährigen Bestehens des Vereins organisierte Zusammenkunft liegen nach Auskunft von Andreas Ahrens-Sander bereits von Piloten aus Stadthagen, Rinteln, Rodenberg, Landesbergen, Petershagen, Frotheim und Porta Westfalica vor. Der FMC-Vorsitzende weist unterdessen darauf hin, dass zu dem von 10 bis 17 Uhr dauernden Treffen auch nicht organisierte Modellfluginteressierte und Besucher willkommen sind.

Der Propeller dreht schon auf Hochtouren, bald gibt es kein Halt

Auf dem unmittelbar am Mittellandkanal in Meinsen gelegenen Vereinsgelände erwartet Piloten und Gäste ein umfangreicher Querschnitt des Modellflugs - vom atemberaubenden Kunstflug über vorbildgetreue Segelflug-Schlepps bis zu ausgeklügelten Elektromodellen. "Für das Jubiläumsfliegen wird kein Eintritt erhoben", unterstreicht Ahrens-Sander. Und auch für das leibliche Wohl sei in ausreichendem Maß gesorgt. Darüber hinaus bestehe am Fest-Sonntag die Möglichkeit, kostengünstig in den FMC einzutreten. Der Vorsitzende: "Neumitglieder, die im Zeitraum vom 15. August bis 15. September zu uns kommen, zahlen für das Jahr 2007 weder Vereinsbeitrag noch Aufnahmegebühr für den Deutschen Modellflugverband." Der runde Geburtstag des FMC ist im Mai mit einem Empfang und einer Ausstellung im Hubschraubermuseum offiziell gefeiert worden. Im September soll ein vorwiegend für Jugendliche ausgerichtetes Jedermannfliegen die Jubiläumssaison abrunden. Die Geschichte des Modellclubs hat auf einer Buschwiese am Rande des Scheier Bruchs ihren Anfang genommen. Ein Beinahe-Unfall mit einem Helikopter der Heeresflieger führte - nicht zuletzt aus versicherungstechnischen Gründen - 1982 zur Vereinsgründung. Vier Jahre darauf war allerdings schon wieder Schluss mit Modellflug. Die unter erheblichen Schwierigkeiten von der Bezirksregierung erteilte befristete Aufstiegsgenehmigung wurde nicht verlängert, ein Jedermannfliegen polizeilich verboten. Was für den noch jungen Verein beinahe das Ende bedeutet hätte; Mitglieder wanderten ab, fast alle Jugendlichen verließen den Club, die zwischenzeitliche Nutzung des Truppenübungsplatzes in Röcke wurde nicht genehmigt. Der Neuanfang gelang im Frühjahr 1987 auf dem bis heute aktuellen Areal. In der Zwischenzeit hatte Hans Schubert 1984 Wilfried Struckmeier als Vorsitzenden abgelöst. "Doch erst 1989 kam mit der Wahl von Fritz Kardinal in die Führungsposition die bis heute andauernde Beständigkeit in den Verein", erinnert sich Gründungsmitglied Jürgen Reipert. Die Hartnäckigkeit, mit der Kardinal die Interessen der Modellflieger vertrat, hätten ihn auf den Ämtern zu einem gefürchteten Gesprächspartner gemacht. Reipert: "Fritz war ein Mann, der sein Recht bekommen wollte." Zur Einweihung des neuen Platzes ließ es Fürst Philipp-Ernst zu Schaumburg-Lippe sich nicht nehmen, höchstpersönlich in Meinsen zu erscheinen - für die allgemeine Akzeptanz des Verein selbstredend ein enormer Aufwind unter den Modellflügeln. Als weiteren Höhepunkt seiner Aktivitätsvielfalt betrachtet der Club das 2005 auf die Beine gestellte Sikorsky-Hubschraubertreffen. "Dass vor zwei Jahren ein aus Achum kommender, "ausgewachsener" CH-53-Hubschrauber auf unserem Flugplatz gelandet ist, wäre in den Anfangsjahren undenkbar gewesen", hält Chronist Reipert fest. Dabei spielt es im Rückblick kaum eine Rolle, dass der Bundeswehrpilot seinerzeit wegen - siehe oben - versicherungstechnischer Vorgaben eine Außenlandung lediglich simulierte.

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