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Gymnasiastinnen holen sich Landestitel in Osnabrück / Von der Stadt als "Sportler des Jahres" geehrt

Tischtennis-Mädels fahren wieder nach Berlin!

Rinteln (cok). Eigentlich sind sie so was wie eine gecastete "Girl-Group", aus den verschiedensten Ecken Rintelns zusammengesammelt, um gemeinsam Erfolg zu haben. Nur dass die sechs Mädchen nicht singen, sondern Tischtennis spielen. Als Schulmannschaft des Gymnasiums Ernestinum schafften sie es im letzten Jahr beim Wettbewerb "Jugend traini ert für Olym- pia" bis ins Bundesfinale und belegten dort den 4. Platz. Deshalb zählen auch sie zu den geehrten "Sportlern Jahres" in Rinteln.

Aber damit nicht genug: In diesem Jahr setzen die Tischtennis-Mädels ihren Erfolgskurs konsequent fort. Am vergangenen Mittwoch haben sie souverän den Landesentscheid in Osnabrück gewonnen. Und so geht es vom 6. bis 10. Mai wieder nach Berlin, zum Bundesfinale. "Die Mädchen sind alle echte Glücksfälle", meint einer ihrer beiden Betreuer, der Sport- und Mathelehrer Giso Ansorge. "Die erfolgreichen Mannschaften im Bundesentscheid kommen fast nur aus speziellen Sportgymnasien. Eigentlich hat eine ?normale' Schulmannschaft keine Chance." So "normal" ist die Tischtennismannschaft des Ernestinums allerdings nicht. Dass die Mädchen so hervorragend spielen, bis zum Landesentscheid unbesiegt blieben und auch diesen wie mit links gewannen, ist in erster Linie dem intensiven Training in ihren jeweiligen Ortsvereinen zu verdanken. "Ja, mit einem Training in der Schule allein wäre so was nicht zu schaffen", bestätigt auch der zweite betreuende Lehrer Jochen Dinglinger. Deshalb kam er auf die Idee, mal im Internet zu forschen, ob in der dortigen Punkteliste aus den Ligenwettkämpfen auch Schülerinnen des Ernestinums zu finden seien. Die sechs Mädchen, die er dann entdeckte, gehören in ihren Vereinen zu den Besten, sie gehen in die Mittel- und Oberstufe und als sie sich zum ersten Mal trafen, stellte sich auch noch heraus, dass es mit der Chemie zwischen ihnen keine Probleme gab. "Ja, wir sind eine echte Mannschaft", sagt Katharina Lange aus der 11. Jahrgangsstufe. "Und richtig fest zusammengeschweißt wurden wir in der Wettkampfwoche in Berlin." Eine fröhliche Runde ist das Team: Eigentlich lachen die Mädchen bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Ihre beiden Lehrer sind daran gewiss nicht unschuldig. Gut gelaunt scherzen sie mit den Mädchen herum und Giso Ansorge behauptet gar, er sei überhaupt nur als "Sanitäter und Motivator" engagiert worden, während Jochen Dinglinger für die härteren Drohungen zuständig ist: "Wer verliert, geht zu Fuß nach Hause, und ohne den Imbiss bei McDonalds!" Aber sie verlieren ja gar nicht!




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